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18:23 17 Juli 2019
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    Russischer Präsident Wladimir Putin beim Auftritt bei der Allrussischen Nationalen Front, 19.12.17

    Schicksalsfragen für Russland – worin Putin die Herausforderungen der Zukunft sieht

    © REUTERS / Sergei Karpukhin
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    Der russische Präsident Wladimir Putin ist am Dienstag auf dem „Aktionsforum“ der Allrussischen Nationalen Front aufgetreten und hat dabei die richtungsweisenden Bereiche der russischen Politik sowie die größten Herausforderungen offengelegt, die vor Russland stehen.

    Der russische Staatschef unterstrich, dass Russland angemessen auf die verschiedenen schicksalhaften historischen Herausforderungen, die vor dem Land und dem Volk stehen, reagieren wird.

    „Welche sind das? Es ist die Erhaltung und das Wachstum unseres Volkes, es ist die Schaffung einer neuen Wirtschaft, die Entwicklung der Arktis und des Fernen Ostens, Sibiriens und aller Regionen unseres riesigen Landes“, erklärte Putin auf dem Forum.

    Wladimir Putin bei Gipfel der GUS-Staaten
    © Sputnik / Alexey Druschinin
    Die Zukunft berge viele neue, bislang nicht endgültig absehbare Entwicklungen, wie die kommenden Umbrüche in verschiedenen Technologien, Medizin und Bildung.

    Es werde aber nicht die Wahl Russlands sein, sich von diesen globalen Tendenzen abzuschotten oder bloß jemandem blind in diesen Bereichen zu folgen.

    Laut Putin besitzt Russland selbst alle Bedingungen, um in verschiedenen Bereichen der „unangefochtene Anführer“ zu sein.

    „Wir müssen die Nummer eins bei Wissen, Intellekt, in der sozialen und der kulturellen Entwicklung sein“, betonte der russische Präsident.

    Auf keinen Fall solle man daher vom eingeschlagenen Weg abkommen, denn dann müsste alles „praktisch von Null auf“ wieder begonnen werden.

    Gleichzeitig dürfe die russische Identität bei diesem Weg in die Zukunft nicht verlorengehen. Russland solle seine Selbstbestimmung beibehalten und sich auf seine besten Traditionen stützen, so der Staatschef.

    Nach dem Zerfall hat uns niemand geholfen — doch das brauchen wir auch nicht.

    Der Präsident erinnerte die Zuhörer auch daran, dass das russische Volk nach dem Zerfall der Sowjetunion viele „schmeichelnde Reden“ gehört hätte, niemand aber in der Realität geholfen habe.

    "Wir haben damit aber auch nicht gerechnet, wir brauchen keine Hilfe von Außen", betonte der Präsident.

    Noch in den 2000er Jahren hätten viele den Zusammenbruch des Landes, den Kollaps des Staates und das Aussterben der russischen Nation prophezeit.

    Aber man habe es geschafft, nicht nur „die Integrität und die Souveränität Russlands“ zu bewahren und den „schwierigen Weg der Erneuerung“ zu gehen, sondern auch wahre Durchbrüche in den wichtigsten Entwicklungsbereichen und der Verteidigungsfähigkeit des Landes erreicht, sagte Wladimir Putin.

    „Wir bauten einen neuen Staat, wir errichteten erneut ein starkes und unabhängiges Russland, wir haben gelernt, unsere Interessen zu verteidigen, haben die Stärke und die Kontinuität unserer gemeinsamen Geschichte, (…) die Festigkeit unseres Zusammenhalts gespürt“, unterstrich Putin.

    Gleichzeitig hob Putin hervor: „Sehr viel muss noch getan werden.“

    Großer Wert solle auch zukünftig auf die russische Staatlichkeit und die Freiheit sowie auf die Stabilität und den Zusammenhalt der russischen Gesellschaft gelegt werden.

    Eben dies zählt Putin zu seinen Aufgaben sowohl als amtierender Präsident als auch als Kandidat für diesen Posten bei den Wahlen im Jahr 2018.

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