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    Russland nur dank Hitler eine Supermacht? – Netz über NI-Artikel empört

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    Politik
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    Der amerikanische Journalist Michael Peck hat in seinem aktuellen Artikel für die Zeitschrift „The National Interest“ geschrieben, dass die Sowjetunion nie zu einer Supermacht geworden wäre, wenn Nazi-Deutschland sie im Jahr 1941 nicht angegriffen hätte. Netz-User tadelten den Autor für seine Unkenntnis über die russische Geschichte.

    Der amerikanische Journalist Michael Peck hat in seinem aktuellen Artikel für die Zeitschrift „The National Interest“ geschrieben, dass die Sowjetunion nie zu einer Supermacht geworden wäre, wenn Nazi-Deutschland sie im Jahr 1941 nicht angegriffen hätte. Netz-User tadelten den Autor für seine Unkenntnis über die russische Geschichte.

    Peck veröffentlichte seinen Artikel unter dem Titel „Fakt: Nazi-Deutschland machte Russland zu einer Supermacht“. Darin behauptet er, dass Russland mindestens seit dem 18. Jahrhundert ein „Schwergewichtler“ gewesen, erst nach dem Zweiten Weltkrieg aber zu einer „Supermacht“ geworden sei. Trotz Adolf Hitler, dem zufolge die Sowjetunion ein „Koloss, Gigant auf tönernen Füßen“ gewesen sei, sei das Land „auf den Füßen geblieben“ und in den nächsten 40 Jahren zu einem der stärksten Länder in der Welt geworden.

    Weiter schreibt Peck, wie sich die Geschichte der Sowjetunion hätte entwickeln können, wenn Nazi-Deutschland sie nicht angegriffen hätte. In diesem Fall wäre kein „europäisches Imperium“ (Warschauer Pakt) gegründet worden; die Region Kaliningrad (früher Ostpreußen) wäre weiterhin ein Teil Deutschlands. Zudem hätte die Sowjetunion der Welt ohne Erschütterungen von außen wie die Invasion eines starken Aggressors gezeigt, wozu die sozialistische Wirtschaft fähig sei. „Es wäre interessant gewesen, das zu sehen“, so der Journalist.

    Die Logik des NI-Autors sorgte sowohl unter russischen als auch unter amerikanischen Lesern für Skepsis. „In anderen Nachrichten: Das napoleonische Frankreich hat Russland Anfang des 19. Jahrhunderts durch den Einmarsch im Jahr 1812 zur Supermacht gemacht. Schwedens König Karl XII. hat Russland Anfang des 18. Jahrhunderts zur Supermacht gemacht, indem er es 1707 angegriffen hatte. Und davor hatte Polen Russland mit der Invasion 1612 geholfen, aus seinem Beinahe-Kollaps herauszukommen. Ein seltsames Bild“, kommentierte die Nutzerin „dorotea“.

    Zahlreiche russische Leser verwiesen ihrerseits darauf, dass Russland im Laufe seiner Geschichte stets stark und groß gewesen sei. Das Land sei während des Zweiten Weltkrieges stark zerstört worden, während die USA Erfolge erzielt hätten, weil sie ihre Waffen an alle Konfliktseiten verkauft hätten. Ferner wiesen Leser darauf hin, dass es keine Kampfhandlungen auf dem Territorium der USA gegeben habe.

    „Das ist eine schwache Theorie“, kommentierte ein weiterer Leser die Aussagen des amerikanischen Journalisten. „Greifen Sie an. Das wird ein Anlass sein, Alaska zurückzubekommen.“

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    Tags:
    Supermacht, Zweiter Weltkrieg, The National Interest“ (NI), Adolf Hitler, Russland