16:01 21 September 2020
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    Russland stellt nach wie vor eine „signifikante Bedrohung“ für Großbritannien dar, die britischen Aufklärungsdienste treten aber für die Aufrechterhaltung der Kommunikationskanäle zwischen Russland und Großbritannien ein. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht des Geheimdienst- und Sicherheitsausschusses des britischen Parlaments hervor.

    Der gemeinsame Bericht des britischen Inlandsgeheimdienstes MI5 und des Auslandsgeheimdienstes MI6 sowie der Regierungskommunikationszentrale (GCHQ) wurde am Mittwoch veröffentlicht. Er widmet sich Russland in einem einzelnen Kapitel, das die länderbezogenen Analysen (unter anderem zu China, Nordkorea und dem Iran) einleitet.

    Wie es darin heißt, erregen die Aktivitäten Russlands in der Ukraine und im Nahen Osten Besorgnis bei den Geheimdiensten. Das Kapitel widmet sich unter anderem der Cyberbedrohung und angeblichen „russischen Desinformationskampagnen“. Russland werde vom MI6 als „gefährlicher Gegner“ eingestuft und müsse daher im Fokus der Geheimdienste bleiben, so die Autoren.

    Obwohl die geheimdienstliche Zusammenarbeit mit Russland schwierig sein könne, sollten die begrenzten Kommunikationskanäle aufrechterhalten werden, heißt es im Dokument.

    Vorrang sollte die britisch-russische Kooperation bei der Terror-Bekämpfung und der Regelung der Syrien-Krise haben.

    Russland hatte mehrfach Vorwürfe der Wahlmanipulation in anderen Ländern und der Cyberangriffe zurückgewiesen. Der Pressesprecher der russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, nannte die Anschuldigungen „absolut grundlos“. Außenminister Sergej Lawrow betonte, es gebe keine Beweise, dass sich Russland in die Wahlen in den USA, Frankreich und Deutschland eingemischt habe.

     

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    Tags:
    Wahleinmischung, Cyberangriff, Terrorbekämpfung, Britischer Geheimdienst MI6, Britischer Geheimdienst MI5, Dmitri Peskow, Sergej Lawrow, Iran, Großbritannien, Nordkorea, Deutschland, USA, Frankreich, Russland, China