05:02 24 April 2018
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    Ein Bär (Symbolbild)

    Experte: „Aufgewachter russischer Bär mutiert zu schnellem Fuchs“

    © Sputnik / Vladimir Vyatkin
    Politik
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    Der arabische Amerika-Experte Emil Amin sieht das Ansehen und die Dominanz der Vereinigten Staaten am Ende. Mit ihren jüngsten Drohungen an alle UN-Nationen hätten die Vereinigten Staaten diplomatischen Selbstmord begangen, sagte der Experte in einem Sputnik-Gespräch.

    Damit kommentierte Amin die Resolution der UN-Vollversammlung, die die US-Entscheidung zu Jerusalem für "null und nichtig" erklärt.

    Vor der Abstimmung sollen die USA die Mitglieder der UN-Vollversammlung unter Druck gesetzt und davor gewarnt haben, der Resolution zuzustimmen. Nach Angaben des russischen Außenministeriums versandte die amerikanische Botschafterin bei der Uno, Nikki Haley, sogar Drohbriefe an andere Delegationen.

    Dass die Vereinigten Staaten nicht nur die Mitglieder des UN-Sicherheitsrates, sondern alle UN-Nationen verwarnt haben, zeige, dass Washington „moralisch bankrott“ und „diplomatisch tot“ sei, kommentierte Amin.

    Die politische Dominanz der USA in der Welt sei zu Ende, Russland und China laufen Amerika den Rang ab.

    „Der russische Bär wacht nicht nur auf, sondern er verwandelt sich in einen schnellen Fuchs, der die von Amerika eingebüßten Positionen einnehmen könnte“, führte der Experte fort. Auch der „chinesische Drache ist darauf aus,  seine einstigen Besitztümer zurückzuholen.“

    „Die Welt ist im Wandel, aber Nikki Haley sieht das nicht.“

    US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Dezember Jerusalem offiziell als Hauptstadt Israels anerkannt und damit in muslimischen Ländern  heftige Proteste ausgelöst.

    Am gestrigen Donnerstag verurteilte die UN-Vollversammlung mit deutlicher Mehrheit den Jerusalem-Beschluss der USA. 128 der 193 Länder, darunter auch Russland, stimmte für  eine entsprechende Resolution, die die Vereinigten Staaten dazu aufruft, die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt zurücknehmen.

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    Tags:
    Donald Trump, Jerusalem, Russland, USA