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    Ukrainischer Präsident Petro Poroscehnko und Bundeskanzlerin Angela Merkel

    Telefonat Merkel-Poroschenko: Rückkehr russischer Beobachter in Donbass bewirken

    © REUTERS / Fabrizio Bensch
    Politik
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    Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut dem Vize-Sprecher der Bundesregierung, Georg Streiter, am Freitagabend mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko unter anderem den Abzug der russischen Militärberater aus dem Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung (GZKK) im Donbass telefonisch besprochen.

    Wie es in einer Pressemitteilung der Bundesregierung heißt, haben sich Merkel und Poroschenko dafür ausgesprochen, dass die russischen Offiziere rasch wieder in das GZKK zurückkehren sollten. „Sie fassten ins Auge, dass zu diesem Zweck Fachleute aus Deutschland und Frankreich in den nächsten Tagen vermittelnd tätig werden“, heißt es ferner.

    Poroschenko hatte zuvor am Freitag laut Medienberichten ebenso mit US-Außenminister Rex Tillerson den Abzug der russischen Offiziere aus dem Koordinierungszentrum besprochen.

    Das gemeinsame ukrainisch-russische Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe hatte seine Arbeit in der Ostukraine im September 2014 aufgenommen. Das Zentrum war auf Bitte der russischen Seite geschaffen worden und sollte bei der Umsetzung der Minsker Abkommen helfen.

    Das russische Außenministerium hatte am vergangenen Wochenende die Einstellung der Arbeit der russischen Militärberater beim Koordinierungszentrum angekündigt. Russlands Präsident Wladimir Putin erläuterte am Donnerstag im Telefongespräch mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, dass die ukrainische Regierung eine Zeit lang durch diverse Beschränkungen und Provokationen die Präsenz russischer Militärs und die Umsetzung ihrer Pflichten behindert habe. Darüber hinaus habe die ukrainische Seite auf die wiederholten Vorschläge zur Regelung der entstandenen inakzeptablen Lage nicht reagiert.

    Laut dem Pressedienst des Kremls sind der Präsident und die Kanzlerin übereingekommen, „die Bedingungen durchzuarbeiten“, die die Rückkehr der Beobachter in den Donbass ermöglichen sollten.

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    Tags:
    Beobachter, Rückkehr, Gemeinsames Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass, Rex Tillerson, Petro Poroschenko, Angela Merkel, Wladimir Putin, Donbass, Deutschland, Ukraine