06:54 03 Dezember 2020
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    Der ehemalige Premierminister der Ukraine Arsenij Jazenjuk ist am Genfer Flughafen aufgegriffen worden, wie seine Pressesprecherin Olga Lappo am Samstag auf ihrer Facebook-Seite mitteilte.

    „Wie absurd die Vorwürfe der russischen Ermittler auch sind, bringen sie reale Folgen mit sich“, schrieb Lappo.

    „Arsenij Jazenjuk, der mit seiner Tochter in Genf angekommen war, ist auf Antrag Russlands bei der Reisepasskontrolle aufgehalten worden, und zwar wegen der allen bereits bekannten absurden Beschuldigungen der Teilnahme an den Kriegsaktionen in Tschetschenien.“

    Laut Lappo wurde Jazenjuk nach zehn Minuten wieder freigelassen, dabei jedoch gewarnt, dass sich diese Situation auch bei seiner Ausreise wiederholen könne.

    Im März hatte das russische Ermittlungskomitee erklärt, dass es den ehemaligen Premierminister der Ukraine, Arsenij Jazenjuk, für dessen Beteiligung an bewaffneten Zusammenstößen in Tschetschenien zur Verantwortung ziehen wolle. Jazenjuk soll demnach an Folter und Erschießungen von gefangenen russischen Militärs im Viertel Oktjabrskij in Grosny am 7. Januar 1995 beteiligt gewesen sein. Der internationalen Polizeiorganisation Interpol waren die entsprechenden Materialien zugeschickt worden.

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    Tags:
    Flughafen, Antrag, Verantwortung, Ermittlungen, Vorwurf, Interpol, Arsenij Jazenjuk, Ukraine