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10:21 16 Juli 2019
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    Russlands Truppen-Abzug aus Syrien (Archiv)

    Nach Truppenabzug: Russland spricht über Folgen für Syrien

    © Sputnik / Musa Salgereew/ NewsTeam
    Politik
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    Russland verzeichnet Versuche, die Situation in Syrien nach dem Beginn des Abzugs der russischen Luftstreitkräfte zu destabilisieren. Dies teilte der russische Sonderbeauftragte für Syrien, Alexander Lawrentjew, am Samstag der Presse mit.

    „Wir verzeichnen natürlich derartige Versuche“, so Lawrentjew. „Nicht allen gefällt es, dass Russland heute nicht nur den Prozess der politischen Regelung, sondern auch den Kampf gegen den ‚Islamischen Staat‘ und andere Terrorgruppierungen in Syrien leitet. Nicht alle mögen das.“

    „Wir werden nicht mit dem Finger auf diese Länder zeigen. Die Auftritte der Vertreter dieser Länder auf diversen Plattformen, darunter auch zum Astana-Prozess und zum bevorstehenden Kongress des nationalen Dialogs, sprechen für sich“, so Lawrentjew.

    Ihm zufolge versucht Russland in diesem Fall einfach das zu tun, was eigentlich von jedem anderen Land auch erforderlich sei: die eigenen Interessen beiseitezuschieben und im Interesse des syrischen Volkes zu handeln.

    „Wir versuchen das zu machen. Ob es jemandem gelingen wird, das zu stören? Ich denke nicht, weil wir uns in eine korrekte Richtung bewegen, und wenn das syrische Volk beschließt, uns zu unterstützen, wird dies im Laufe des Kongresses des nationalen Dialogs sichtbar sein“, schloss der Sonderbeauftragte.

    Wladimir Putin auf dem Militärstützpunkt Hmeimim in Syrien
    © Sputnik / Mikhail Klementiew
    Am 11. Dezember hatte der Präsident Wladimir Putin bei seinem Besuch auf dem Luftstützpunkt Hmeimim in Syrien angeordnet, den Abzug der russischen Truppen aus dem Land zu starten.

    Laut Moskau ist es nun an der Zeit, möglichst schnell eine neue syrische Verfassung zu entwerfen und eine Übergangsregierung zu bilden. Dafür soll ein „Kongress des nationalen Dialogs“ durchgeführt werden, auf dem die Syrer selbst – sowohl die Regierung in Damaskus als auch die Opposition – über einen politischen Ausweg aus dem Bürgerkrieg beraten können.

    Russland, die Türkei und der Iran hatten nach Angaben der Agentur Reuters am Freitag zum Abschluss der Friedensgespräche im kasachischen Astana ihre Absicht erklärt, am 29. und 30. Januar 2018 in Sotschi (Südrussland) Vertreter „aller Gruppen der syrischen Gesellschaft“ zusammenzubringen.

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    Tags:
    Zerschlagung, Befehl, Opposition, politische Regelung, Truppenabzug, syrische Regierung, Luftstützpunkt Hmeimim, IS, Kongress des nationalen Dialogs Syriens, Luftstreitkräfte Russlands, Alexander Lawrentjew, Astana, Hmeimim, Damaskus, Russland, Syrien