06:57 20 Januar 2020
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    Falls Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel wollen, dass russische Offiziere ins gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass zurückkehren, sollten sie laut dem russischen Sicherheitspolitiker Alexej Puschkow Kiew auffordern, sein Verhalten zu ändern.

    Am Samstag hatten Merkel und Macron die Rückkehr der russischen Offiziere ins gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass gefordert, „was eine sehr wichtige Rolle bei der Unterstützung der OSZE Beobachter und der Waffenstillstandsvereinbarungen spielt“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung.

    Alexej Puschkow, Mitglied des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses im russischen Föderationsrat (Oberhaus) kommentierte in seinem Twitter-Account diese Aussagen folgendermaßen:

    „Falls Macron und Merkel die Rückkehr der russischen Offiziere ins gemeinsame Zentrum für Kontrolle und Koordinierung wollen, sollten sie nicht Moskau dazu aufrufen, sondern Kiew auffordern, sein Verhalten zu ändern.“

    Am Dienstag war berichtet worden, dass alle russischen und auch die ukrainischen Offiziere aus dem gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass erfolgreich die Berührungslinie überquert hätten.

    Laut dem Sprecher der selbsternannten Donezker Volksrepublik, Russlan Jakubow, war der Abzug der russischen Offiziere erzwungen und aus diesem Grund vorzeitig durchgeführt worden. „Sie sollten erst in anderthalb Monaten abgelöst werden“, sagte Jakubow gegenüber Sputnik.

    Zuvor hatte Russland angekündigt, die Aktivitäten im Rahmen des Zentrums für Kontrolle und Koordinierung beendet zu haben: „Am 19. Dezember werden die dem Zentrum angehörenden russischen Offiziere das Territorium der Ukraine verlassen.“ Kiew habe demnach die weitere Arbeit der russischen Offiziere in dem ukrainisch-russischen gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe im Donbass unmöglich gemacht.

    Das gemeinsame ukrainisch-russische Zentrum für Kontrolle und Koordinierung der Waffenruhe hatte seine Arbeit in der Ostukraine im September 2014 aufgenommen. Das Zentrum wurde auf Bitte der russischen Seite geschaffen und sollte bei der Umsetzung der Minsker Abkommen helfen.

    In dem Zentrum sind Vertreter der ukrainischen und der russischen Streitkräfte tätig. In der Anfangsetappe waren auch Vertreter der selbsterklärten Volksrepubliken an den Aktivitäten des Zentrums beteiligt. Die russische Seite war mit 75 Offizieren vertreten, die alle drei Monate abgelöst wurden.

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    Tags:
    Offiziere, Rückkehr, Emmanuel Macron, Alexej Puschkow, Angela Merkel, Donbass, Deutschland, Frankreich, Russland