Widgets Magazine
15:44 21 Oktober 2019
SNA Radio
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow (Archivbild)

    Lawrow ruft EU auf: Lasst euch nicht von Russophoben einfangen!

    © Sputnik .
    Politik
    Zum Kurzlink
    202007
    Abonnieren

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat in einem Interview für die zypriotische Zeitung „Simerini“ seine Hoffnung geäußert, dass die EU aufhören wird, sich in ihrer Russland-Politik von einer „kleinen, aber aggressiven Gruppe“ russophober Länder einfangen zu lassen.

    „Es ist offensichtlich, dass die von der EU unter dem Druck der USA entfesselte Sanktionsspirale den Beziehungen zwischen unseren Staaten einen großen Schaden zugefügt hat“, sagte Lawrow im Interview, das am Sonntag veröffentlicht wurde.

    „Wir schätzen die Position von Zypern, das sich für eine schnellstmögliche Normalisierung der Beziehungen zwischen Russland und der EU ausspricht. Die Aussichten auf eine Wideraufnahme des Dialogs zwischen Russland und der EU haben die Präsidenten (Russlands und Zyperns – Anm. d. Red.) Wladimir Putin und Nikos Anastasiadis bei ihrem Treffen in Moskau vergangenen Oktober erörtert“.

    Lawrow betonte, Moskau wisse, dass in den politischen und wirtschaftlichen Kreisen der EU-Länder sehr oft Unzufriedenheit über diese Situation verlautbart würde. Die Frage sei, ob die Stimme der Zyprer und anderer pragmatischer Europäer in Brüssel gehört werde. Man solle diese Frage an die Vertreter der europäischen Behörden richten, so der russische Außenminister.

    „Moskau hofft, dass die EU die Trägheit des Denkens überwinden und die Kraft aufbringen wird, sich gegen eine Russland-Politik nach dem Prinzip des ‚kleinsten gemeinsamen Nenners’ zu wehren, sowie aufhören wird, sich von einer kleinen, aber aggressiven Gruppe russophober Länder, die eine antirussische Karte spielen um borniete Aufgaben zu erfüllen, einfangen zu lassen“, sagte Lawrow.

    Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen hatten sich wegen der Situation auf der Krim und in der Ukraine verschlechtert. Ende Juli 2014 waren die EU und die USA von Einzelsanktionen gegen Privatpersonen und Unternehmen zu einschränkenden Maßnahmen gegen ganze Sektoren der russischen Wirtschaft übergegangen. Russland verbot im Gegenzug die Einfuhr von Lebensmitteln aus den USA, den EU-Ländern, Kanada, Australien und Norwegen.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Experten: Neue US-Sanktionen werden Moskau von Energie- und Waffenmärkten verdrängen
    EU verlängert offiziell Sanktionen gegen Russland um sechs Monate
    Serbiens Präsident gibt Versprechen zu Sanktionen gegen Russland ab
    Frankreich lehnt exterritoriale US-Sanktionen ab – Finanzminister
    Tags:
    Russophobie, Interview, Sanktionen, EU, Sergej Lawrow, Russland