05:28 15 November 2019
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    Ufo-Berichte und der US-Militäretat: „Dem Steuerzahler viel vom Pferd erzählen“

    © AP Photo / Rex Heflin
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    US-Piloten beobachten Ufos, das Pentagon nimmt das Thema ins Visier – entsprechende Medienberichte sorgen in letzter Zeit international erneut für Aufsehen. Ein russischer Experte wittert dabei allerdings Hintergründe, die mit den Aliens wenig zu tun haben.

    Der russische Militärexperte Alexander Zhilin sagte gegenüber Sputnik: „Dieser US-Medienrummel geht auf die Verabschiedung des neuen Militäretats von einem unglaublichen Ausmaß zurück. 700 Milliarden Dollar pro Jahr – da muss man dem Steuerzahler viel vom Pferd erzählen, um all dies zu erklären.“ Für diese Zwecke lässt sich auch das Thema Aliens laut Zhilin instrumentalisieren.

    US-Medienberichten zufolge hatte das Pentagon innerhalb von fünf Jahren seit 2007 ein Ufo-Forschungsprojekt betreut. Die unmittelbaren Arbeiten im Rahmen des Advanced Aerospace Threat Identification Program übernahm die Firma Bigelow Aerospace. Nach Informationen der Zeitung „Politico“ wollte man insbesondere klären, ob bei unbekannten Flugobjekten um ausländische Flugkörper neuer Generation gehen kann. Unter anderem wurden US-Piloten interviewt, die von ungewöhnlichen Erscheinungen berichteten.

    Zhilin schloss nun nicht aus, dass Medienberichte zum Thema Ufo auch einen weiteren Hintergrund haben könnten. In diesem Zusammenhang betrachtet er auch die jüngsten Erklärungen von US-Präsident Donald Trump zu künftigen Mond- und Mars-Missionen. Der Experte kommentierte: „All dies lässt an das einstige ‚Star Wars‘-Programm zurückdenken. Wir in der Sowjetunion hatten damals angebissen und immens viel Geld in Projekte gesteckt, die in eine Sackgasse führten.“

    „Da muss man sehr aufmerksam sein und die Spreu vom Weizen trennen. Der Kampf von Geheimdiensten, die einander aussichtslose Ideen unterschieben wollen, hörte ja nie auf“, mahnte Zhilin.

    Aufsehen erregte kürzlich auch ein „Independent“-Bericht, wonach zwei Jagdflugzeuge des Typs F/A-18 Super Hornet im Jahr 2014 ein Ufo beobachtet hatten. Dieses soll in 24.000 Meter Höhe nahe der US-Pazifikküste geflogen sein, und zwar schneller als jeder Kampfjet. Auch ein entsprechendes Video wurde veröffentlicht.

    Ein Ex-Pilot der russischen Luftwaffe sagte nun dem TV-Sender Swesda: „Es ist nicht auszuschließen, dass jenes Video authentisch ist und tatsächlich ein Fluggerät zeigt, dessen Wärmespur mit Kontrollgeräten registriert wurde. Seine außerirdische Herkunft ist aber sehr fraglich. Möglicherweise war das etwa eine für spezielle Aufgaben umgerüstete Drohne.“

    Der Sender kommentiert auf seiner Webseite: „Viele Nachrichten aus der ‚Welt der Aliens‘ hatten seit Anfang der 1960er Jahre unbekannte Flugobjekte über den Wüstengebieten im US-Bundesstaat Nevada beinhaltet. Augenzeugen berichteten über nächtliche Ufo-Flüge nahe Las Vegas. Erst Jahre später (…) stellte es sich heraus, dass es sich um geheime Projekte der US-Luftwaffe handelte: Die Tests erfolgten auf dem militärischen Gelände am Groom Lake.“

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    Tags:
    Aliens, Forschungen, Medien, UFO, Pentagon, The Independent, Russland, USA