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11:03 17 Juli 2019
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    Russlands Präsident Wladimir Putin in Wladiwostok (Archivbild)

    Spiegel: Weihnachten – Zeit für westliche Märchen vom „bösen Kreml-Herren“

    © REUTERS / Sergei Karpukhin
    Politik
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    Weihnachten ist die Zeit der Märchen. Im Westen sieht es laut dem „Spiegel“ aber so aus, dass sich manche Politiker davon inspirieren lassen. Sie erzählen „Gruselmärchen vom bösen Kreml-Herren und seinen Trollen“, die mit allen Mitteln Unruhe stiften wollen. Warum es gefährlich ist, daran zu glauben, erklärt Jakob Augstein in seiner Kolumne.

    Mythologisch sei es ganz lustig, schreibt Augstein. Aber politisch sei es gefährlich – denn wenn man nur fest genug daran glaube, werde aus diesen Schauergeschichten plötzlich Wirklichkeit.

    Als ein Beispiel solcher Märchen führt der „Spiegel“-Kolumnist die jüngsten Meldungen westlicher Medien an, dass russische U-Boote im Atlantik und im Mittelmeer an transatlantischen Datenkabeln angeblich „schnüffeln“ sollen.

    „Das wäre natürlich eine Unverschämtheit. Das dürfen ja nur die Amerikaner“, so Augstein. „Jedenfalls hat man von der Nato keine Klagen über die ‚USS Jimmy Carter‘ gehört, jenes schwerstbewaffnete Spezial-U-Boot der US-Marine, das vermutlich für die NSA die unterseeischen Glasfaserkabel anzapft und so den transatlantischen Internetverkehr überwachen kann.“

    Augstein betont, der russische Präsident Wladimir Putin sei im Westen zur Verkörperung alles Bösen geworden. Aber alle Vorwürfe des Westens gegen Moskau seien unbewiesen. Russland werde der Einmischung in die Wahlen im Westen bezichtigt, und zwar in die Präsidentschaftswahl in den USA, in die Bundestagswahl, in die Referenden in Großbritannien, den Niederlanden, Italien und sogar in Katalonien. Die britische Premierministerin Theresa May habe sogar von einer „Bedrohung für die Weltordnung“ durch Moskau gesprochen. „Allein, es fehlen immer die Beweise“, unterstreicht Augstein.

    In dieser Situation handelt es sich laut dem „Spiegel“-Kolumnisten um Paranoia.

    „Westliche Politiker und Journalisten werfen den Russen eine Verzerrung der Wirklichkeit vor und verzerren dabei selbst die Wirklichkeit. Mit Märchen hat das nichts mehr zu tun. Sondern mit einer pathologischen Politik“, resümiert Augstein.

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    Tags:
    Märchen, Dämonisierung, Vorwürfe, Beweise, Jakob Augstein, Wladimir Putin, Westen, Russland