14:42 22 April 2019
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    „Hatten alle Hände voll zu tun“: Lawrow zieht Russlands „Einmischungs-Bilanz“ 2017

    © Sputnik / Maxim Blinow
    Politik
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat sich wieder einmal von seiner humorvollen Seite gezeigt. In einem Interview für den Sender NTV hat er all die Länder aufgezählt, in deren Angelegenheiten sich Russland eingemischt haben soll, und weitere „Ziele“ der Regierung in Moskau genannt.

    Der Moderator sprach ironisch das für Russland „schwierige Jahr 2017“ an, in dem das Land enorm viele Herausforderungen habe bewältigen müssen: die Wahlen in Frankreich, das Unabhängigkeits-Referendum in Katalonien, die Brexit-Verhandlungen  usw.

    „Sie haben noch nicht alles aufgezählt, was wir in diesem Jahr angerichtet haben“, parierte Lawrow. „Schweden, Dänemark, Montenegro, Mazedonien, Österreich… Wir hatten alle Hände voll zu tun.“

    Deshalb habe Russland auch keine Zeit gehabt, Dinge anzupacken, die nicht weniger wichtig seien. „Zum Beispiel die Entwicklung der kulturellen Beziehungen zu Japan… Bislang ist es uns nicht gelungen, den japanischen Kaiser abzusetzen. Wir haben alles darauf gesetzt, dass das schneller passiert, er hat uns aber zwei weitere Jahre abgeschwatzt. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf!“, scherzte der russische Chefdiplomat.

    Im Westen scheint es inzwischen zu einer Tradition geworden zu sein, Russland für alle Probleme oder ungeahnten Folgen von Ereignissen zum Sündenbock zu machen. So wird Moskau unter anderem die Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl, die Beeinflussung des Brexit-Referendums sowie der Unabhängigkeits-Volksabstimmung in Katalonien vorgeworfen.

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    Einmischung, Sergej Lawrow, Russland