12:59 21 November 2018
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    Südkoreanische Soldaten an einem Kontrollpunkt an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea in Paju

    Tokio erörtert vier Szenarien eines Kriegsbeginns auf Korea-Halbinsel

    © REUTERS / Kim Hong-Ji
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    Die japanische Regierung prüft die Perspektiven eines großangelegten Krieges auf der Korea-Halbinsel, wie Kyodo meldet.

    Laut der japanischen Agentur wird diese Frage vom nationalen Sicherheitsrat unter Teilnahme von Premier Shinzo Abe behandelt. Es wird erwartet, dass die japanische Führung das Handeln der Selbstverteidigungskräfte im Falle einer Zuspitzung der Situation auf der Korea-Halbinsel erörtern wird. Die Agentur unterstreicht, dass Japan dazu berechtigt werde, den Mechanismus der kollektiven Sicherheit in Gang zu setzen und im Falle eines Kriegsbeginns auf der Halbinsel militärische Unterstützung von den USA zu erhalten.

    Außerdem erörtert die japanische Regierung laut Kyodo mehrere mögliche Szenarien eines Beginns von Kriegshandlungen auf der Korea-Halbinsel, darunter einen Zusammenstoß zwischen den Streitkräften Nordkoreas und Südkoreas, einen Präventivschlag der USA gegen Nordkorea, eine Invasion südkoreanischer Kräfte in Nordkorea und einen Raketenangriff Pjöngjangs auf Japan.

    Die Situation auf der Korea-Halbinsel hat sich im zurückliegenden Jahr drastisch verschärft. Die nordkoreanische Führung hat mehrere Raketenstarts unternommen und Anfang September einen Atomtest durchgeführt. Die Sanktionen, die die Uno im Dezember 2017 gegen Nordkorea verhängt hatte, wurden von Pjöngjang als ein „Kriegsakt“ gewertet. Die USA schließen ihrerseits mit Blick auf Provokationen der nordkoreanischen Seite die Möglichkeit einer militärischen Lösung nicht aus.
    Russland und China hatten bereits früher vorgeschlagen, dass Nordkorea ein Moratorium für Nukleartests und Raketenstarts verkündet und Südkorea und die USA ihrerseits von Militärübungen in der Region absehen, um die Situation auf der Halbinsel zu stabilisieren. Washington hat diese Initiative ignoriert.

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    Tags:
    Situation, Shinzō Abe, Japan, Südkorea, Nordkorea