00:20 22 April 2019
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    FBI-Ermittlungen gegen Russland starteten wegen Trumps Ex-Berater - Medien

    © AFP 2019 / Mandel Ngan
    Politik
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    Ein inoffizielles Gespräch des Ex-Beraters im Wahlkampfstab des US-Präsidenten Donald Trump, George Papadopoulos, mit einem australischen Diplomaten in einer Londoner Bar ist einer der „Triebfaktoren“ für Ermittlungen des FBI zur angeblichen „russischen Einmischung“ in die US-Präsidentschaftswahlen gewesen, wie die „New York Times“ schreibt.

    Der Zeitung zufolge hat das Gespräch von Papadopoulos mit dem Diplomaten Alexander Downer im Mai 2016 in der Bar „Kensington Wine Rooms“ stattgefunden.

    Drei Wochen zuvor sei Papadopoulos darüber informiert worden, dass „Moskau Hunderte gestohlene E-Mails vorliegen, die dem Ruf von Hillary Clinton und ihrer Wahlkampagne schaden“. Trumps Ex-Berater soll diese Information seinem australischen Gesprächspartner weitergegeben haben.

    „Zwei Monate später, als die gestohlenen elektronischen Briefe der Demokraten im Netz aufzutauchen begannen, haben die australischen Behörden ihren US-amerikanischen Kollegen die von Papadopoulos gelieferte Information gegeben“, schreibt die Zeitung unter Verweis auf vier amtierende bzw. ehemalige US-Beamte.

    Der Diebstahl der elektronischen Briefe und der Umstand, dass ein Teilnehmer der Wahlkampagne Trumps davon gewusst habe, seien letzten Endes „Triebfaktoren“ für die im Juli 2016 eingeleitete FBI-Untersuchung zur „Einmischung Russlands“ in die US-Wahlen geworden.

    Beim US-Kongress läuft derzeit eine unabhängige Untersuchung zur „russischen Einmischung“ in die US-Präsidentschaftswahlen, aus denen Trump als Sieger hervorgegangen war. Parallel dazu betreibt das FBI eine eigene Untersuchung.

    In den US-Medien erscheinen regelmäßig Berichte mit anonymen Quellen über Kontakte der Mitglieder des Wahlkampfstabes von Trump mit russischen Beamten und Unternehmern.

    Moskau hat wiederholt die Anschuldigungen wegen Einmischung in die US-Wahlen als „völlig haltlos“ zurückgewiesen.

    Papadopoulos hatte sich wegen falscher Aussagen an das FBI schuldig bekannt.

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    Tags:
    Einmischung, Ermittlungen, New York Times, FBI, Donald Trump, Hillary Clinton, USA, Russland