14:39 25 April 2018
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    Ostdeutschland begegnet US-Truppen mit „verwurzeltem Antiamerikanismus“ – Medien

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    Politik
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    In Ostdeutschland herrscht Skepsis wegen der US-Truppen, die im Rahmen der Nato-Operationen zur „Abschreckung“ Russlands dorthin verlegt werden. Die Ostdeutschen begrüßen die Soldaten aus den USA mit einem „tief verwurzeltem Antiamerikanismus“. Die Gründe dieser Stimmungen erklärt die Zeitung „Potsdamer Neuste Nachrichten“ in einem Artikel.

    Bald werden US-Truppen häufiger durch Brandenburg fahren, schreiben die „Potsdamer Neusten Nachrichten“. Sie würden an den Nato-Operationen „Enhanced Forward Presence“ in Osteuropa teilnehmen, die 2016 ins Leben gerufen worden waren, um die Nato-Ostflanke zu sichern, sowie ihre eigene Operation „Atlantic Resolve“ führen. Die Zeitung merkt aber an, die beiden Operationen seien vor allem ein Zeichen der Solidarität für die osteuropäischen Nato-Verbündeten: Militärisch seien sie nicht mehr als ein „Stolperdraht“.

    Die US-Truppen werden nach Osteuropa durch Ostdeutschland, und zwar durch Brandenburg verlegt. Während man in Polen die US-Soldaten bejubelt, herrscht in Ostdeutschland Skepsis, betont die Zeitung. Es gebe dort einen „tief verwurzelten Antiamerikanismus“. Die US-Truppen seien sich dessen bewusst, darum wollten sie in Kontakt mit Ostdeutschen treten. Dazu seien Konzerte von Militärbands sowie Besuche in Städten und Gemeinden geplant.

    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßt solche Initiativen jedoch nicht, so die Zeitung. „Ich werde nicht winkend am Wegesrand stehen“, sagte er vor kurzem. Auf einen Abrams-Panzer werde der Ministerpräsident auch nicht klettern. Laut Woidke hilft es nicht, wenn Panzer auf beiden Seiten der Grenze auf und ab fahren.

    Mit diesem Satz hatte Woidke eine Welle der Empörung ausgelöst, und das nicht nur in Deutschland, sondern auch international. Litauen habe auf diese Äußerungen mit Irritation reagiert. Während in Deutschland die Linke und die AfD Woidkes Position teilen, sprechen die Grünen von einer neuen „Querfront zwischen links und rechts“ in der Ablehnung des westlichen Militärbündnisses und warfen ihnen „Blauäugigkeit in Bezug auf Putins Russland“ vor.

    Brandenburgs Ministerpräsident teile dabei die Position von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und des Vorsitzenden des Deutsch-Russischen Forums, Matthias Platzeck. Woidke bestehe darauf, dass es für Deutschland eine besondere Verpflichtung für die Erhaltung des Dialoges mit Russland gebe. Die deutsche Einheit wäre ohne die Zustimmung der Sowjetunion nicht möglich gewesen, erinnert er. „Das wird mir in dieser Situation zu schnell vergessen.“

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    skeptisch, Verlegung, Truppen, NATO, Dietmar Woidke, Brandenburg, Deutschland, USA
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