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01:22 22 September 2019
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    Bestattungszeremonie für den russischen Soldaten Igor Zavidnyj, der in Syrien gefallen ist

    Der Schmerz des Sieges – Wie russische Soldaten in und für Syrien gefallen sind

    © RIA Novosti . Nikolaj Schuravlev
    Politik
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    Der „Islamische Staat“ ist in Syrien nach zwei Jahren des russischen Eingreifens besiegt. Die russische Armee leistete bei der Vernichtung des IS die entscheidende Unterstützung für Syrien. Doch der Sieg hatte seinen Preis. Sputnik zeigt Ihnen, wann und unter welchen Umständen russische Soldaten im Kampf gegen den globalen Terror gefallen sind.

    2018

    Am 4. Januar teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass bei einem Beschuss des russischen Luftwaffenstützpunktes Hmeimim zwei Militärangehörige ums Leben gekommen sind. Eine hochmobile und gut bewaffnete Sabotagegruppe der Terroristen nahm die Basis unter Granatenwerferbeschuss.

    Nach Angaben des Ministeriums ereignete sich der Beschuss bereits am 31. Dezember.

    Russischer Luftstützpunkt Hmeimim bei Latakia
    © Sputnik / Maxim Blinov
    Russischer Luftstützpunkt Hmeimim bei Latakia

    Das Verteidigungsamt dementierte diverse Berichte, wonach bei dem Zwischenfall Hubschrauber und Flugzeuge zerstört worden seien.

    Die Sicherheitsmaßnahmen rund um die russische Basis sollen nun deutlich verstärkt werden.

    Am 3. Januar wurde bekannt, dass ein russischer Kampfhubschrauber des Typs Mi-24 etwa 15 Kilometer vom Flugplatz Hama entfernt abgestürzt ist. Beide Piloten kamen ums Leben. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums war ein technischer Defekt die Unfallursache. Es habe zuvor keine „Beschusseinwirkung“ auf den Mi-24 gegeben.

    2017

    Am 10. Oktober ist die Besatzung eines russischen Bombers vom Typ Su-24 – Pilot Jurij Medwedkow und Steuermann Jurij Kopylow – ums Leben gekommen: Die Su-24 ist beim Start auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt in Hmeimim von der Bahn abgekommen und außerhalb des Flugfeldes zerschellt.

    Am 2. Oktober starb der russische Oberst Valerij Fedjanin an zahlreichen Verletzungen.

    Unter seinem Fahrzeug explodierte eine Mine. Der Oberst transportierte an dem Tag humanitäre Güter für die syrische Zivilbevölkerung in der Provinz Hama.

    Am 25. September starb der russische General Valerij Asapow, nachdem Positionen der syrischen Armee bei Deir ez-Zohr, wo er als Militärberater aktiv war und die Befreiung der Stadt mitkoordiniert hatte, von Terroristen mit Minenwerfern beschossen wurden. Asapow war der diensthöchste russische Militärangehörige, der in Syrien gefallen ist.

    Der russische General Valerij Asapow – der diensthöchste russische Militärangehöriger, der in Syrien gefallen ist
    © Sputnik / Vitaliy Ankov
    Der russische General Valerij Asapow – der diensthöchste russische Militärangehöriger, der in Syrien gefallen ist

    Die Umstände des Todes von Asapow werfen immer noch Fragen auf. Der Beschuss seiner Position durch IS-Terroristen soll so punktgenau gewesen sein, dass russische Militärs von „Verrat“ gesprochen haben. Jemand – möglicherweise gar „Kollegen“ von der US-geführten Koalition – muss die genauen Koordinaten und den Zeitpunkt der Anwesenheit des Generals an die Dschihadisten weitergegeben haben.

    Am 4. September wurde bekannt, dass zwei russische Soldaten ebenfalls durch einen Minenwerferbeschuss gestorben sind. Die Militärangehörigen begleiteten eine Fahrzeugkolonne des russischen Zentrums für Versöhnung in der Provinz Deir ez-Zohr.

    Am 10. Juli starb der 33-jährige russische Hauptmann Nikolaj Afanasow, der als Militärberater in der Syrischen Republik tätig war.

    Am 3. Mai starb der Hauptmann Evgenij Konstantinow, der als Militärberater die Ausbildung neuer Kampfverbände der regulären syrischen Armee unterstützt hatte. Laut dem russischen Verteidigungsministerium fiel er bei dem Versuch, einen verletzten Kameraden zu retten. Beide Soldaten wurden von einer zahlenmäßig überlegenen Terroristengruppe getötet.

    Am 2. Mai wurde bekannt, dass der russische Militärberater Oberstleutnant Alexej Butschelnikow bei einem Beschuss von Positionen der syrischen Regierungsarmee getötet wurde. Der Oberstleutnant nahm an der Ausbildung von syrischen Artillerieoffizieren teil. Während einer Lehreinheit wurde Butschelnikow von einem Scharfschützen tödlich getroffen.

    Beobachter wiesen darauf hin, dass die Terroristen über modernste Scharfschützenoptik verfügen mussten, um solche Präzisionsschüsse ausführen zu können.

    Am 20. April wurde mitgeteilt, dass der russische Militärberater Major Sergej Bordow bei einem Angriff von Terroristen auf eine Garnison gefallen ist. Der Offizier konnte das Eindringen der Terroristen in die Basis verhindern und befehligte bei der Verteidigung direkt die syrischen Soldaten.

    Gefallen im Kampf gegen den Terror – Major Sergej Bordow
    © RIA Novosti . Vasilij Batanov
    Gefallen im Kampf gegen den Terror – Major Sergej Bordow

    Am 11. April wurde bekannt, dass zwei russische Soldaten, die als Ausbilder auf Positionen der syrischen Armee tätig und für die Ausbildung syrischer Soldaten zuständig waren, durch einen Minenwerferbeschuss gefallen sind.

    Am 2. März starb der Soldat Artem Gorbunow bei der Abwehr eines Angriffs von Terroristen auf Palmyra. Gorbunows Einheit verhinderte den Durchbruch eines Terroristenverbandes zu den Stellungen einer Ausbildergruppe.

    Am 20. Februar teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass gleich vier russische Militärangehörige gestorben sind, als ihr Fahrzeug auf eine ferngesteuerte Mine aufgefahren ist. Die Fahrzeugkolonne der syrischen Truppen mit russischen Militärberatern fuhr in Richtung der Stadt Homs.

    2016

    Am 8. Dezember starb nach Angaben verschiedener Medien der Kommandeur einer Sturmeinheit, Sanal Santschirow, in der Nähe der Stadt Palmyra. An diesen Tagen starteten Terroristen einen großangelegten Angriff zur Rückeroberung der Stadt.

    Am 7. Dezember wurde bekannt, dass der Oberst Ruslan Galizkij in Folge eines Artilleriebeschusses seitens der Terroristen auf Wohnviertel in Aleppo an seinen schweren Verletzungen gestorben ist. Sanitäter haben mehrere Tage lang versucht, sein Leben zu retten.

    Am 5. Dezember geriet ein russisches mobiles Lazarett, das in Aleppo zur Versorgung der Zivilbevölkerung aufgeschlagen wurde, unter Granatenbeschuss. Zwei Krankenschwestern, Nadeschda Duratschenko und Galina Michajlowa, starben.

    Letzte Ehren für die in Syrien gefallenen russischen Krankenschwestern Nadeschda Duratschenko und Galina Michajlowa
    © RIA Novosti . Alexander Musyka
    Letzte Ehren für die in Syrien gefallenen russischen Krankenschwestern Nadeschda Duratschenko und Galina Michajlowa

    Das russische Verteidigungsministerium klassifizierte den Angriff als geplanten Mord, für den der Westen sowie die „gemäßigte Opposition“ mitverantwortlich seien – schließlich wurden die Koordinaten des Lazaretts an diese Parteien im Voraus übermittelt, um versehentliche Opfer unter Zivilisten zu vermeiden.

    Am 1. August ist ein russischer Transporthubschrauber des Typs Mi-8 in der syrischen Provinz Idlib abgeschossen worden. Der Hubschrauber war im Rahmen einer humanitären Mission unterwegs. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums starb die gesamte Besatzung, drei Crewmitglieder sowie zwei Offiziere des Zentrums für Versöhnung, „heldenhaft“ bei dem Versuch, den stürzenden Hubschrauber möglichst weit weg von Zivilisten zu steuern und so zivile Opfer zu vermeiden.

    Am 22. Juli starb der Soldat Nikita Schevtschenko. Er begleitete eine Fahrzeugkolonne des Zentrums für Versöhnung und transportierte Lebensmittel für Zivilisten. Sein Fahrzeug wurde durch eine Mine der Terroristen gesprengt.

    Am 8. Juli starben die russischen Pilotenausbilder Rjafagat Habibulin und Ewgenij Dolgin bei einem Testflug einer syrischen Mi-25. An diesem Tag griff ein größerer Terrorverband die Stellungen der syrischen Armee in der Nähe von Palmyra an und drohte, strategische Höhen einzunehmen. Die Piloten entschieden sich, die Terroristen anzugreifen, und konnten ihren Vorstoß noch stoppen.

    Angriff der Terroristen gestoppt – der gefallene russische Pilot Evgenij Dolgin
    © RIA Novosti . Sergej Fedotov
    Angriff der Terroristen gestoppt – der gefallene russische Pilot Evgenij Dolgin

    Am 19. Juni meldete das russische Verteidigungsministerium den Tod von Sergeant Andrej Timoschenkow. Er stoppte ein mit Sprengstoff beladenes Auto eines Selbstmordattentäters, der versucht hatte, eine Verteilungsstelle für humanitäre Hilfe zu erreichen. Timoschenkow selbst starb allerdings bei der Explosion des Fahrzeugs.

    Im Mai starb Asker Bischoew. Die genauen Umstände seines Todes sind nicht bekannt. Er wurde vom russischen Präsidenten Wladimir Putin posthum geehrt.

    Am 11. Mai starb in der Provinz Homs Anton Erygin. Er sicherte eine Fahrzeugkolonne des Zentrums für Versöhnung und wurde bei einem Granatenangriff schwer verletzt. Die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten.

    In der ersten Maihälfte wurde der Untersergant Michail Schirikopojas schwer verletzt. Er konnte noch nach Moskau ausgeflogen werden, starb aber in einem Moskauer Militärkrankenhaus.

    Am 12. April stürzte ein russischer Hubschrauber des Typs Mi-26N (Nachtjäger) in der Nähe der Stadt Homs ab. Beide Piloten kamen ums Leben.

    Am 24. März meldete das russische Verteidigungsministerium den heldenhaften Tod des Offiziers einer Spezialeinheit Alexander Prochorenko. Er agierte verdeckt zwischen den Stellungen der IS-Terroristen und übermittelte punktgenaue Koordinaten der Dschihadisten an die russische Luftwaffe. Nachdem er aufgedeckt und von zahlreichen Terroristen umzingelt wurde, orderte er einen Luftschlag auf seine eigene Position an.

     Denkmal eingeweiht: Italienische Stadt ehrt russischen Syrien-Helden Alexander Prochorenko
    © Foto : Screenshot: Rossiya Segodnya
    Denkmal eingeweiht: Italienische Stadt ehrt russischen Syrien-Helden Alexander Prochorenko

    Prochorenko wurde von Putin posthum mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet.

    Am 1. Februar starb der russische Militärberater Ivan Tscheremissin. Er befand sich in einer Garnison der syrischen Armee und geriet unter Minenwerferbeschuss.

    2015

    Am 25. November starb der russische Offizier Fedor Schurawlew. Er übermittelte die Koordinaten für Luftschläge der russischen strategischen Bomber.

    Am 24. November wurde über Syrien eine russische Su-24 von einem türkischen F-16 abgeschossen. Beide Piloten konnten sich zunächst mit dem Schleudersitz retten. Der Kommandeur Oleg Peschkow wurde allerdings von Terroristen am Boden getötet.

    Beerdigung des russischen Piloten Oleg Peschkow
    © Sputnik / Uljana Solowjewa
    Beerdigung des russischen Piloten Oleg Peschkow

    Bei der anschließenden Rettungsoperation konnte der Steuermann Konstantin Murachtin gerettet werden. Im Zuge der Rettungsoperation starb der Marineinfanterist Alexander Pozinitsch.

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    Tags:
    Krieg gegen den Terror, Soldaten, Opfer, Russische Luftwaffe, IS, Alexander Prochorenko, Oleg Peschkow, Syrien, Russland