08:10 19 November 2018
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    „Ukraine kann ohne russisches Gas nicht leben“ – Russischer Senator

    CC BY-SA 2.0 / Armin Gruber / gas cooker
    Politik
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    Die Ukraine wird laut dem Ersten Vizevorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im russischen Föderationsrat (Parlamentsoberaus), Sergej Kalaschnikow, ohne russisches Gas nicht auskommen können.

    Dem Senator zufolge hat die Erklärung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko über die Energieunabhängigkeit von Russland mit dem realen Leben nichts zu tun.

    „Was für ein Sieg. Die Ukraine kann ohne russisches Gas nicht leben, sie wird erfrieren“, so Kalaschnikow „ Poroschenko versucht sich im Wunschdenken zu üben.“

    Wie der Senator ferner betonte, kann die Ukraine im Gegensatz zu Europa momentan nicht auf Flüssiggas umsteigen. 
    Zuvor hatte Poroschenko verkündet, dass die Ukraine dank dem Urteil des Stockholmer Schiedsgerichts die Unabhängigkeit von Russland im Energiebereich erreicht habe.

    Ende Dezember hatte das besagte Gericht in dem seit 2015 andauernden Streit zwischen dem russischen Lieferanten Gazprom und dem ukrainischen Erdgasversorger Naftogaz das endgültige Urteil gefällt. Beide Seiten erklärten, ihren Forderungen sei größtenteils stattgegeben worden. Von russischer Seite wurde betont, dass Naftogaz für geliefertes Gas über zwei Milliarden Dollar plus Verzugszinsen ab dem 22. Dezember nachzahlen und ab dem nächsten Jahr fünf Milliarden Kubikmeter Gas abnehmen und bezahlen müsse.

    Bei Naftogaz hieß es, das Schiedsgericht habe die Gazprom-Forderung, nach der „Take or pay“-Klausel für nicht bezogenes Gas im Zeitraum 2009-2017 insgesamt 56 Milliarden Dollar zu zahlen, abgelehnt. Somit habe Naftogaz einen „positiven Nutzen“ in Höhe von über 75 Milliarden Dollar aus dem Urteil ziehen können.

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