11:51 10 August 2020
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    Die Lage rund um die Menschenrechte und die Folgen des gescheiterten Putschversuches in der Türkei machen es laut Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Ankara unmöglich, sich der Europäischen Union anzunähern.

    „Die jüngsten Ereignisse in der Türkei ermöglichen keinen Fortschritt beim Beitritt zur EU“, sagte Macron auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan am Freitag in Paris.

    Ihm zufolge sollten die Beziehungen zwischen Ankara und Brüssel überdacht werden, „nicht im Sinne des Integrationsprozesses, aber vielleicht im Kontext einer Partnerschaft oder Zusammenarbeit“.

    Seinerseits sagte Erdogan, sein Land sei müde, auf die mögliche EU-Mitgliedschaft zu warten.

    „Womöglich wird man uns letztendlich zu gewissen Schritten zwingen. Ankara beabsichtigt keine ständige Bitte um den EU-Beitritt“, so der türkische Staatschef.

    Die Türkei hatte 1963 ein Assoziierungsabkommen mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) unterzeichnet. 1987 beantragte das Land die Aufnahme in die Zollunion. Die Verhandlungen über einen Beitritt zur EU begannen im Jahr 2005.

    Die Beziehungen zwischen Brüssel und Ankara verschlechterten sich im Sommer 2016 nach einem gescheiterten Putschversuch in der Türkei. Die EU kritisierte die darauf folgende Reaktion der türkischen Regierung – Massenverhaftungen und andere Maßnahmen – und legte die Beitrittsverhandlungen auf Eis.

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    Tags:
    Recep Tayyip Erdogan, Emmanuel Macron, Türkei, Frankreich, Europäische Union