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    Ukrainischer Außenminister Pawel Klimkin

    Kiew droht den auf der Krim tätigen deutschen Unternehmen

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    Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat laut der Agentur UNIAN bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Sigmar Gabriel erklärt, dass die deutschen Unternehmen, die trotz der von der EU verhängten Sanktionen auf der Krim arbeiten und die Halbinsel als russisch betrachten, sich politisch und juristisch verantworten werden.

    Das ukrainische Ministerium für besetzte Gebiete und Binnenflüchtlinge hatte zuvor erklärt, dass mehrere bekannte Autokonzerne unter Umgehung der Sanktionen auf der Krim tätig seien.

    „Sie wissen, dass wir vieles getan haben, damit sich der Betrug Russlands wie im Fall mit der Lieferung von Siemens-Turbinen auf das Territorium der okkupierten Krim niemals wiederholt“, so Klimkin.

    „Wie ich glaube, ist das eine traurige Lehre für das gesamte deutsche, und nicht nur deutsche Unternehmertum. Auch jetzt gibt es Unternehmen wie Volkswagen oder Adidas, die es ihren Retailern erlauben, die Krim dem Territorium Russlands hinzuzuzählen. Wir werden sie ganz bestimmt erreichen – nicht nur mit politischen, sondern auch mit juristischen Methoden“, so Klimkin.

    Wie Sputnik bereits früher vom Autokonzern Daimler erfuhr, hat der Autohersteller seit 2015 keine offiziellen Partner im Handels- und Wartungsbereich auf der Krim und hält die geltenden Sanktionen ein.

    Die westlichen Sanktionen verbieten es den Unternehmen, die sich unter der Jurisdiktion der EU befinden, Immobilien auf der Krim oder in Sewastopol zu erwerben, Gemeinschaftsunternehmen auf der Halbinsel zu gründen, Investitionsdienstleistungen für Deals dieser Art sowie Dienstleistungen im Tourismus-Bereich zu erweisen.

    Die Krim war nach dem Referendum im März 2014 eine russische Region geworden, wobei 96,77 Prozent der Wähler der Republik Krim und 95,6 Prozent der Einwohner von Sewastopol dafür gestimmt hatten. Kiew betrachtet die Krim als sein Territorium, das vorübergehend besetzt sei.

    Die russischen Behörden haben wiederholt darauf verwiesen, dass die Krimbewohner auf demokratischem Wege, in vollem Einklang mit dem Völkerrecht und der UN-Charta für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt haben.

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    Tags:
    Unternehmen, Sanktionen, Adidas, UNIAN, Daimler AG, Volkswagen AG, Siemens, Sputnik, Pawel Klimkin, Krim, Russland, Ukraine