22:53 04 August 2020
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    Großbritanniens Geheimdienste haben knapp 300 ehemalige Mitarbeiter wieder eingestellt, die zuvor wegen Personalkürzung entlassen worden waren, schreibt die Zeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf einen Bericht des Aufklärungs- und Sicherheitsausschusses im britischen Parlament. Damit soll die Terrorbekämpfung im Land intensiviert werden.

    Die britische Regierungskommunikationszentrale (Government Communications Headquarters, GCHQ) habe 200 ehemalige Mitarbeiter erneut eingestellt, der Auslandsgeheimdienst MI6 insgesamt 73, der Inlandsgeheimdienst MI5 sieben frühere Agenten. Die Ausgaben dafür hätten 1,2 Milliarden Pfund Sterling (etwa 1,3 Milliarden Euro) ausgemacht, schreibt das Blatt.

    Die britischen Geheimdienste würden außerdem sehr oft nicht festangestellte Berater und Fachkräfte zur Arbeit heranziehen. Diese würden jährlich 144.000 Pfund Sterling (rund 161.000 Euro) verdienen – doppelt so viel wie festangestellte Mitarbeiter.

    Wie „The Telegraph“ schreibt, hatten mehrere Abgeordnete die hohen Ausgaben der Geheimdienste für die Einstellung der Fachleute kritisiert. „Obwohl immer eine Möglichkeit entstehen kann, in Ausnahmefällen einige ehemalige Mitarbeiter wieder einzustellen, sollte es so selten wie möglich und mit Rücksicht auf mögliche wesentliche Ausgaben getan werden“, heißt es im Bericht des Parlamentsausschusses.

    Die Abgeordneten schätzten außerdem die massive Personalkürzung in den britischen Geheimdiensten in den Jahren 2011 und 2012, die zum heutigen Personalmangel geführt hätten, negativ ein.

    2017 hatten Großbritannien fünf Terroranschläge erschüttert. Der schlimmste ereignete sich am 22. Mai am Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester, bei dem 22 Menschen ums Leben kamen, darunter zwölf Kinder. In Zusammenhang mit den Anschlägen waren 64 Verdächtige festgenommen worden.

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    Tags:
    Einstellung, Geheimdienste, Regierungskommunikationszentrale GCHQ, Britischer Geheimdienst MI5, Britischer Geheimdienst MI6, Großbritannien