12:46 25 April 2018
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    Migranten an der Grenze Mazedonien-Griechenland

    Orban stuft Flüchtlinge als „muslimische Invasoren“ ein

    © AFP 2018 / Sakis Mitrolidis
    Politik
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    Der ungarische Premier Viktor Orban hat die nach Europa kommenden Flüchtlinge als „muslimische Invasoren“ bezeichnet. Ungarn will ihm zufolge auch künftig keine Flüchtlinge aufnehmen.

    Wie Orban gegenüber der „Welt“ sagte, wird der Zustrom der muslimischen Bevölkerung nur zu „Parallelgesellschaften“ innerhalb des Staates führen.     

    „Wir betrachten diese Menschen nicht als muslimische Flüchtlinge. Wir betrachten sie als muslimische Invasoren“, so Orban.

    Zudem rief er Spitzenpolitiker die führenden europäischen Staaten auf, mehr Respekt gegenüber Ungarn zu zeigen.

    Unter anderem schützte er sich gegen den Vorwurf, dass Ungarn Geld von dem sogenannten Kohäsionsfonds bekomme, sich aber weigere, Flüchtlinge aufzunehmen. Die Bereitstellung von Mitteln durch diese Struktur hat nach seinen Worten absolut nichts mit der Flüchtlingsfrage zu tun.

    „Er (der Fonds – Anm. d. Red.) ist ein fairer Ausgleich, da wir unseren Markt dem freien Wettbewerb geöffnet haben“, meinte Orban.

    Ende 2017 hatte die EU-Kommission eine Klage gegen Ungarn, Polen und Tschechien beim Europäischen Gerichtshof eingereicht. Den drei Ländern wird vorgeworfen, die Aufnahme von Flüchtlingen gemäß den europäischen Quoten zu verweigern.

     

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    Tags:
    Flüchtlinge, Aufnahme, Europäischer Gerichtshof EuGH, EU-Kommission, Victor Orban, Ungarn, Tschechien, Polen
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