19:36 19 November 2018
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    Der Militärflugplatz Hmeimim der russischen Luftstreitkräfte in SyrienRussischer Soldat in Hmeimim, Syrien

    Drohnenangriff auf russischen Stützpunkt – von US-Geheimdienst dirigiert?

    © Foto : Russisches Verteidigungsministerium © Sputnik / Dmitriy Vinogradov
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    Massierter Drohnen-Angriff auf russische Militärbasen in Syrien (16)
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    Erneut haben Terroristen versucht, die russische Basis Hmeimim in Syrien anzugreifen. Der Vizechef des Verteidigungsausschusses im Föderationsrat (russisches Parlamentsoberhaus) Franz Klinzewitsch schließt eine mögliche US-Verwicklung nicht aus.

    Das russische Verteidigungsministerium hat am Montag mitgeteilt, dass am 6. Januar ein erneuter Angriff auf den russischen Luftstützpunkt Hmeimim sowie die Marineversorgungsbasis in Tartus abgewehrt werden konnte. Eine ganze Staffel aus insgesamt 13 Drohnen näherte sich den Stützpunkten von verschiedenen Seiten.

    Einheiten der radioelektronischen Bekämpfung hätten sechs der unbemannten Fluggeräte unter externe Kontrolle genommen. Die restlichen sieben seien mit dem Abwehrsystem Panzir-S1 vernichtet worden.

    Panzir-S-Fla-System auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien
    © Sputnik / Dmitri Winogradow
    Panzir-S-Fla-System auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien

    Wie die russische Verteidigungsbehörde anmerkt, ist dies das erste Mal gewesen, dass Terroristen einen Massenangriff mit flugzeugartigen Kampfdrohnen durchführen wollten. Die Fluggeräte seien unter Einsatz modernster GPS-Technologien aus einer Entfernung von etwa 50 Kilometern gestartet worden, hieß es.

    Franz Klinzewitsch, Vizechef des Verteidigungsausschusses im russischen Föderationsrat, hat nun betont, dass ein solcher Angriff unmöglich ohne die Beteiligung von Geheimdiensten hätte durchgeführt werden können.

    Allein die Finanzierung, die Beschaffung von notwendigen Materialien sowie die Lösung „technischer Fragen“ erfordere eine solche Beteiligung.

    „In Syrien sind sie (die technischen Komponenten – Anm. d. Red.) nicht einfach so zu bekommen. Das ist die Arbeit von Geheimdiensten, die von den USA koordiniert werden“, so der Abgeordnete.

    Er betonte auch, dass die Planung eines solchen Angriffes perfekte Kenntnisse der Situation und eine gute Vorbereitung erfordert hätte. Besonders empörend sei für ihn dabei der Zynismus westlicher Geheimdienste.

    „Auf der einen Seite geben uns die US-Geheimdienste Informationen über die Vorbereitung eines Terroranschlages in St. Petersburg weiter, und gleichzeitig bereiten sie andere Leute (auf die Ausführung von Anschlägen – Anm. d. Red.) vor, trainieren sie, bewaffnen sie“, betonte Klinzewitsch.

    Genau dies seien im Endeffekt „die neuen Varianten des terroristischen Krieges“, die durchaus noch weiter verfeinert würden. Außerdem würden Terroristen zweifelsfrei „neue Technologien ausprobieren“, so der Abgeordnete.

    „Das ist das Ausarbeiten neuer Technologien, die (an terroristische Schläferzellen – Anm. d. Red.) in verschiedenen Ländern weitergegeben werden könnten. In Syrien können solche Drohnen abgeschossen werden, das entsprechende Militärgerät hierfür steht dort bereit. Aber unter Stadtbedingungen, wo es große Menschenansammlungen gibt, ist das fast unmöglich“, so das Fazit des Sicherheitspolitikers.

    Erst vor Kurzem hatte es einen schweren Angriff auf den russischen Stützpunkt Hmeimim in Syrien gegeben: Terroristen haben am 31. Dezember die Basis mit Minenwerfern beschossen – zwei russische Soldaten starben.

    Am 27. Dezember hatten Unbekannte den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der nordsyrischen Provinz Latakia mit mindestens drei Raketen angegriffen.

    Zwei davon wurden vom Abwehrsystem Panzir-S1 abgefangen, die dritte wich vom Kurs ab und schlug im Raum der Stadt Dschabla ein. Moskau bezeichnete die Attacke als eine Provokation, um den geplanten Friedenskongress zu vereiteln.

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    Kampfdrohne, Angriff, Terroristen, Panzir-S1, Hmeimim, Tartus, Syrien, USA, Russland