06:27 14 Dezember 2018
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    Kämpfer der Terrormiliz Jaysh al-Islam in Ost-Ghouta, Syrien

    Kampf gegen Untergrundterror in Syrien: „Russische Geheimdienste werden helfen“

    © REUTERS / Bassam Khabieh
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    Der IS ist in Syrien als organisierte Terrorstruktur besiegt. Einzelne Terrorzellen sowie Kämpfer anderer Terrormilizen sind allerdings weiterhin aktiv. Laut dem Chef der russischen Teilrepublik Inguschetien, Junus-Bek Jewkurow, wird Russland hierbei die syrischen Geheimdienste im Kampf gegen den Untergrundterror entschieden unterstützen.

    Die terroristischen organisierten Gruppierungen sind in Syrien weitgehend geschlagen. Der Terror ist aber in den Untergrund geflüchtet und von dort weiterhin mit mobilen, gut ausgerüsteten Kleinverbänden aktiv – davon zeugen nicht zuletzt die gut geplanten und organisierten Angriffe von Terroristen auf die russische Basis in Hmeimim in den vergangenen Tagen.

    Laut Jewkurow steht nun Syrien ein langwieriger und „kompromissloser“ Kampf gegen die Untergrundkämpfer bevor.

    „Die Terroristen haben aktive sowie ‚schlafende‘ Terrorzellen hinterlassen. Hinter ihnen steht eine Reihe ausländischer Geheimdienste“, so Jewkurow.

    Dies werde zu einer großen Herausforderung für die syrischen Sicherheitsbehörden werden, die kaum Erfahrungen im Kampf gegen Untergrundkämpfer hätten, so wie sie auch kaum Erfahrungen im Kampf gegen den weltweiten Terrorismus vor dem Krieg gehabt hätten, betonte der Politiker.

    Russland dagegen habe in diesem Bereich breite Erfahrungen und könnte damit die syrischen Kollegen unterstützen.

    „Unsere Geheimdienste haben diese Erfahrungen, und ich bin mir sicher, dass sie Syrien helfen werden, genauso wie unsere Streitkräfte geholfen haben“, sagte Jewkurow.

    Zudem stehe auch eine große Arbeit mit den Oppositionsgruppierungen bevor, die sehr unterschiedlich seien: Manche hätten ihre Waffen abgegeben, andere noch nicht, die Dritten würden auf ihren Territorien durchaus für Ordnung sorgen.

    Mit allen diesen Gruppen Kompromisse zu finden, werde eine entscheidende Herausforderung sein – auch und gerade in den sogenannten Deeskalationszonen, wo „dritte Kräfte“ versuchen könnten, erneut einen Konflikt zu provozieren.

    Zudem dürfe man nicht zu Strafmaßnahmen gegen jene greifen, die freiwillig aufgegeben hätten und zum friedlichen Leben zurückgekehrt seien.

    Eine umfassende „Amnestie unabhängig von der Schwere der Vergehen“ müsse ausgerufen werden – nur so könne der Friedensprozess dauerhaft in Gang gesetzt werden.

     

    „Ein weiterer nicht unwichtiger Faktor ist der umfassende Wiederaufbau. Wenn Ruinen sich wieder in schöne Städte verwandeln, werden die Menschen Hoffnung und die Gewissheit bekommen, dass der Terrorismus besiegt ist“, so Jewkurow.

    Der bewaffnete Konflikt in Syrien dauert seit dem März 2011 an. 

    Russland ist seit 2015 auf Bitten der syrischen Regierung an der Anti-Terror-Operation in dem arabischen Land beteiligt.

    Der Großteil der Infrastruktur der berüchtigten Terrormiliz „Islamischer Staat“ wurde von der russischen Luftwaffe zerstört.

    Anfang Dezember 2017 erklärte das russische Militär den endgültigen Sieg über den IS in Syrien.

    Kurz danach besuchte Präsident Wladimir Putin den russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in der nordwest-syrischen Provinz Latakia und ordnete den Rückzug eines Großteils der russischen Militärs aus Syrien an.

    Sowohl die Basis Hmeimim als auch die Marinebasis Tartus an der Mittelmeerküste sollen jedoch beibehalten werden.

    Die von den USA geführte Koalition führt seit 2014 ebenfalls einen Militäreinsatz in Syrien, handelt dabei aber ohne die Genehmigung der syrischen Regierung und verstößt somit formal gegen das Völkerrecht.

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