00:40 18 Januar 2018
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    Drohnen-Technologietransfer an Terroristen: Westen lässt „Geist aus Flasche“

    CC BY-SA 2.0 / Rudi Riet / The Pentagon
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    Seit mehreren Tagen wird diskutiert, wie Terroristen an die Technologien kommen konnten, um die russischen Basis Hmeimim gleich mit 13 Drohnen anzugreifen. Für den Vizechef des Verteidigungsausschusses im Föderationsrat (russisches Parlamentsoberhaus) Franz Klinzewitsch ist die Mitverantwortung der USA an dem Angriff zunehmend offensichtlich.

    Laut Klinzewitsch hat der Westen „den Geist aus der Flasche gelassen“, indem er Terroristen die notwendigen Technologien für den koordinierten Drohnenangriff auf die russischen Stützpunkte gewährt hat.

    Die Mitbeteiligung der USA an diesem Angriff sei dabei zunehmend offensichtlich, erklärte der Politiker.

    „Die Behauptungen des Pentagon-Sprechers über die leichte Zugänglichkeit der Technologien, die beim Angriff der Drohnen auf die russische Basis in Syrien genutzt wurden, ist auf Menschen ausgerichtet, die mit Drohnen nur über Bilder von Fernsehbildschirmen bekannt sind,“ betonte Klinzewitsch.

    Für einen Experten sei dies absolut offensichtlich ein Bluff.

    „Ich werde mich kein bisschen wundern, wenn die USA morgen erklären werden, dass man auch eine Atombombe auf dem freien Markt bekommen könnte“, fügte der Sicherheitsexperte hinzu.

    Zudem benötigt eine solche Operation laut dem Abgeordneten nicht nur die notwendigen Technologen, sondern auch Spezialisten, die zumindest den Start und die Programmierung der GPS-gesteuerten flugzeugartigen Kampfdrohnen überwachen würden.

    „Ich behaupte weiterhin, dass die ganze Sache nicht ohne eine Beteiligung der US-Geheimdienste ausgekommen ist“, hebt Klinzewitsch hervor.

    Nicht zuletzt habe es den „Zufall“ gegeben, dass just zu der Zeit des Angriffes ein amerikanisches Aufklärungsflugzeug mehr als vier Stunden lang in der Nähe der russischen Stützpunkte patrouilliert hatte.

    „Abgeschlossene Etappe

    Nach Meinung des Politikers ist es aber im Prinzip mittlerweile fast schon sinnlos, die USA für irgendwelche Vergehen gegen moralische Normen der internationalen Beziehungen zu beschuldigen. Dies sei eine „schon längst abgeschlossene Etappe“.

    Mittlerweile gehe es längst um deutlich „härtere“ Zusammenhänge.

    „Durch die Übergabe von modernsten Technologien an Terroristen – ob direkt oder über Umwege – haben die USA einen Geist aus der Flasche gelassen. Technologien sind kein Geld: Wenn man sie einmal bekommen hat, gibt man sie nicht wieder zurück“, betont der Sicherheitspolitiker abschließend.

    Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium als Antwort auf Behauptungen des Pentagons, die Technologien für die von Terroristen eingesetzten Drohnen seien leicht auf dem offenen Markt zu bekommen, betont, es benötige weitreichende Ingenieurkenntnisse aus entwickelten Ländern, um flugzeugartige Drohnen zum Abwurf von Bomben nach GPS-Koordinaten zu programmieren. 

    „Die technischen Lösungen, die die Terroristen bei den Attacken angewendet haben, können nur aus einem Land stammen, das über die Technik der Sattelitensteuerung verfügt“, hieß es aus Moskau.

    Ebenfalls verwies die russische Verteidigungsbehörde auf die Tatsache, dass zum Zeitpunkt des Drohnenangriffs ein US-Aufklärungsflugzeug in der Nähe der russischen Basis patrouilliert hatte.

    Der russische Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und die Marinebasis Tartus sind in der Nacht zum 6. Januar von mit Sprengstoff beladenen Drohnen angegriffen worden.

    Die russische Armee konnte nach eigenen Angaben 13 Drohnen entweder im Anflug abschießen oder unter externe Kontrolle nehmen.

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    Tags:
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