04:08 21 Oktober 2018
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    WikiLeaks-Betreiber Julian Assange (Archivbild)

    Ecuador will WikiLeaks-Gründer Assange aus Botschaft in London verjagen

    © Sputnik / Alex Mcnoton
    Politik
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    Die ekuadorianische Regierung sucht nach einer Möglichkeit, den Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, aus der Botschaft des Landes in London, wo er sich seit bereits fünf Jahren aufhält, zu vertreiben. Dies berichtet „The Daily Mail“.

    Die ecuadorianische Außenministerin Maria Fernanda Espinosa sagte demnach, die aktuelle Situation sei „nicht nachhaltig“. Das Land suche nach einem Vermittler bei den Verhandlungen über eine Vereinbarung mit der britischen Regierung hinsichtlich Assange.

    „Ohne internationale Kooperation und ohne Großbritannien kann es keine Lösung geben“, sagte Espinosa. Ecuador denke darüber nach, ob sich der Fall von Julian Assange mithilfe eines Mediationsverfahrens lösen lasse. Ein drittes Land könne die Vermittlungsgespräche leiten.

    Diese Erklärung erfolgte wenige Monate, nachdem der Präsident von Ecuador, Lenín Moreno, Assange vor provokanten politischen Äußerungen gegen Verbündete des Landes gemahnt hatte. Es ging um die Auftritte des WikiLeaks-Gründers zur Unterstützung des Unabhängigkeitsreferendums von Katalonien. Moreno bat Assange darum, die Krise in Spanien keineswegs zu kommentieren, woraufhin der WikiLeaks-Gründer den ecuadorianischen Präsidenten aber des Versuches beschuldigte, ihn gezwungen zu haben, über Menschenrechtsverletzungen zu schweigen.

    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks  hält sich seit Juni 2012 in der Botschaft Ecuadors in London auf, weil er laut eigenen Aussagen eine Auslieferung an die USA befürchtet. Die Entscheidung, Assange in der Botschaft aufzunehmen, fällte 2012 der damalige Präsident Rafael Correa. Seit 2017 ist aber Lenín Moreno im Amt. Er beschrieb Assange einst als „Hacker“, betonte aber, Assange werde nicht aus der Botschaft geworfen.

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    Julian Assange