23:25 19 Juli 2018
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    US-Truppen in Osteuropa (Archivbild)

    Washington: Pläne über US-Truppenabzug aus Osteuropa bekannt geworden

    © Foto: DoD/ U.S. Air Force/ Senior Airman Damon Kasberg
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    Die USA haben in vielen europäischen Staaten ihre Truppen stationiert, Tausende US-Militärs sind auch in direkter Nähe zu Russland untergebracht. Nun soll bekannt geworden sein, dass ein Trump-Berater den teilweisen Abzug der US-Truppen aus Osteuropa zur Verbesserung der Beziehungen mit Russland vorgeschlagen hat, berichtet die Daily Beast.

    Nach Angaben des Blattes, das sich auf Aussagen von zwei ehemaligen Vertretern der Administration bezieht, hatte der Berater von US-Präsident Donald Trump in strategischen Fragen und Experte des Nationalen Sicherheitsrates der USA Kevin Harrington bereits im Februar 2017 im Weißen Haus vorgeschlagen, einen Teil der amerikanischen Truppen aus Osteuropa abzuziehen, um die Beziehungen mit Moskau zu verbessern.

    Er soll dabei angezweifelt haben, dass die Vereinigten Staaten überhaupt wichtige nationale Interessen in der Region hätten.

    Explizit habe er auch die Sinnhaftigkeit der US-Interessen in den baltischen Staaten hinterfragt.

    Nach Harringtons Vorschlag sollte ein neues Konzept der amerikanischen außenpolitischen Interessen ausgearbeitet werden, um eine Verbesserung der Beziehungen zu Moskau zu ermöglichen.

    Neben den außenpolitischen Interessen soll der Berater außerdem argumentiert haben, dass die antirussischen Wirtschaftssanktionen auch den Vereinigten Staaten einen großen Schaden zufügen würden, und soll im Anschluss für deren Aufhebung oder Lockerung geworben haben.

    Es heißt, der Strategieberater habe diese Fragen mit verschiedenen hochrangigen Beamten im Weißen Haus diskutiert, jedoch keine Unterstützung für seinen Vorschlag gefunden.

    Dennoch habe dieser Vorfall für Aufmerksamkeit gesorgt. Es sei nämlich der erste bekannte Fall gewesen, dass ein hochrangiger Vertreter in der direkten Umgebung eines US-Präsidenten vorgeschlagen hätte, US-Streitkräfte zugunsten Russlands zu verschieben.

    Die USA, die EU und einige weitere Staaten hatten 2014 Sanktionen gegen Russland wegen dessen Haltung im Ukraine-Konflikt verhängt. Die Sanktionen richten sich gegen den Energie-, den Verteidigungs- und den Finanzsektor der russischen Wirtschaft, gegen Banken und große Öl- und Gasunternehmen.

    Im Laufe der Zeit wurden die Sanktionen immer weiter ausgeweitet und verlängert.

    Zudem verschärfte Washington auch seine militärische Gangart und erhöhte etwa die Truppenpräsenz in Osteuropa und in den baltischen Staaten.

    Kritiker warnten jedoch seit Beginn der Eskalation, dass weder die Sanktionen noch die militärischen Muskelspiele Russland zu einer Änderung seiner Politik bewegen werden und dass dadurch auch ein spürbarer Schaden für die westlichen Ökonomien selbst entstünde.

    Moskau führte als Antwortreaktion eine Reihe von Gegensanktionen ein, unterstrich aber immer wieder, dass es jederzeit zu einem gegenseitigen Entgegenkommen und zur Aufhebung der Sanktionen bereit sei.

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    Tags:
    Truppenbewegungen, Truppenabzug, Stützpunkte, Medien, Sanktionen, Nationaler Sicherheitsrat der USA, US-Administration, Weißes Haus, Donald Trump, EU, Osteuropa, Baltikum, USA, Russland
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