20:44 25 September 2018
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    Das Gebäude der russischen Botschaft in Washington (Archivbild)

    Sputnik-Partner als „Auslandsagent“? Russland verurteilt US-Forderung

    © AP Photo / J. Scott Applewhite
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    Die Forderung des US-Justizministeriums an das Unternehmen RIA Global LLC, sich als „Auslandsagent“ zu registrieren, wird laut der russischen Botschaft in den USA die bilateralen Beziehungen beeinträchtigen.

    „Heute, am 10. Januar, wurde bekannt, dass das Unternehmen RIA Global, das Inhalte für Sputnik produziert, seine Arbeit fortsetzen darf, falls es sich als ‚Auslandsagent‘ registriert. Solche Schritte stören die normale Arbeit der Journalistenteams und werden eine Grundlage für alle möglichen Einschränkungen, was wir bereits gesehen haben, als die Akkreditierung (für Journalisten – Anm. d. Red.) des TV-Senders RT im Kongress entzogen wurde“, heißt es in der offiziellen Mitteilung der russischen Botschaft in Washington.

    „Wir halten dieses Vorgehen für inakzeptabel. Und wir stufen dies als weiteren Schlag gegen die russisch-amerikanischen Beziehungen ein. Wir sind davon überzeugt, dass solche Schritte den nationalen Interessen der USA nicht entsprechen, sondern ihrem Prestige und ihrer Autorität schaden“, so die russischen Diplomaten weiter.

    In ihrem Schreiben verwiesen die Diplomaten darauf, dass es auf den Vorfall bisher keine Reaktion von angesehenen internationalen Organisationen gebe, die sich mit dem Schutz der Rechte von Journalisten beschäftigen.

    „Dabei schließen wir nicht aus, dass diese Organisationen gemäß der gefestigten Praxis der Doppelstandards alsbald Russland für unsere unumgänglichen Gegenmaßnahmen in Reaktion auf das einsichtslose Vorgehen der amerikanischen Behörden heftig kritisieren werden.“

    Russland trete konsequent gegen Einschränkungen der Pressefreiheit ein. Dies gelte auch für die Tätigkeit ausländischer Medien und Journalisten – „was man aber über die

    USA und eine Reihe ihrer Verbündeten nicht sagen kann, die ihre inakzeptable Politik des Drucks auf russische Medien statt einer beiderseits vorteilhaften Zusammenarbeit fortsetzten“. Als inakzeptable Maßnahmen zählten unter anderem Ausweisungen von Journalisten oder Versuche ausländischer Geheimdienste, sie für eine Kooperation zu gewinnen.

    Am Mittwoch war berichtet worden, dass das US-Justizministerium das Unternehmen RIA Global LLC, das sich mit der Herstellung von Inhalten für die Nachrichtenagentur und den Radiosender Sputnik beschäftigt, verpflichtet habe, sich als „Auslandsagent“ zu registrieren.

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    Tags:
    Pressefreiheit, Botschaft, Auslandsagent, US-Justizministerium, Sputnik, USA, Russland