19:36 18 Oktober 2018
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    Angela Merkel bekommt Post aus Ankara

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    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will laut dem Außenminister des Landes, Mevlüt Cavusoglu, persönlich mit Kanzlerin Angela Merkel zusammentreffen, wenn die neue Bundesregierung gebildet ist.

    Wie Cavusoglu beim Treffen mit deutschen Journalisten in Antalya mitteilte, werde Erdogan Merkel dann entweder in die Türkei einladen oder selber nach Deutschland reisen.

    Die Regierung in Ankara bemüht sich um eine Normalisierung der Beziehungen zu Berlin. Der türkische Staatschef habe zuletzt mehrfach mit Bundeskanzlerin Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier telefoniert, so Cavusoglu. „Wir sollten den Dialog aufrechterhalten“, fügte er hinzu.

    Einer der größten Streitpunkte zwischen den beiden Ländern ist der Fall des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel, der seit fast elf Monaten ohne Anklage in Einzelhaft sitzt.

    „Ich versichere Ihnen, Deniz Yücel ist kein politisch motivierter Fall“, versicherte Cavusoglu den Journalisten. „Was ist mein Vorteil, wenn ich Deniz Yücel inhaftiere? Was werde ich im Gegenzug bekommen? Nichts. Es vergiftet unsere Beziehungen. Gefällt mir das? Nein.“ Aber er könne nach eigenen Angaben nicht in die Justiz eingreifen. Cavusoglu verwies vor diesem Hintergrund darauf, dass Yücel nicht als Journalist akkreditiert gewesen sei, weswegen sein Fall weder etwas mit Journalismus noch mit den türkisch-deutschen Beziehungen zu tun habe.

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    Tags:
    Vergiftung, Justiz, Akkreditierung, Beziehungen, Haft, Journalist, Einladung, Regierungsbildung, Bildung, Treffen, Die Welt, Frank-Walter Steinmeier, Recep Tayyip Erdogan, Angela Merkel, Mevlüt Cavusoglu, Türkei, Deutschland