07:29 21 Oktober 2018
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    Oppositionspolitiker Alexej Nawalny (Archiv)

    „Sie stellen sich bloß“: Putin weiß, wen USA als Russlands Präsident sehen möchten

    © AP Photo / Evgeny Feldman/Navalny Campaign
    Politik
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    Dass die Russische Wahlkommission die Registrierung des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny als Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2018 abgelehnt hat, sorgt in den USA für Kritik. Laut Russlands Präsident Wladimir Putin zeugt das von den Vorlieben der US-Administration.

    „Das zeugt offenbar von den Vorlieben der US-Administration und der Machthaber in anderen Ländern, davon, wen sie in die politische Sphäre Russlands durchschieben möchten und wen sie an der Spitze des Landes gern sehen würden. Das sind allem Anschein nach Menschen, auf die sie setzen, auf die sie sich stützen“, so der Präsident am Donnerstag während eines Treffens mit den Chefs russischer Printmedien und Nachrichtenagenturen.

    Nawalny sei ja nicht der Einzige, der zu den Präsidentschaftswahlen in Russland nicht zugelassen worden sei. In den USA werden aber andere gescheiterte Präsidentschaftskandidaten nicht genannt.

    „In diesem Sinne haben sie (die USA – Anm. d. Red.) sich bloßgestellt, sie hätten lieber schweigen sollen“, fügte Putin hinzu.

    Mehr zum Thema: Was ist spannend an der Präsidentschaftswahl in Russland?

    Der Präsident betonte, dass eine Nichtzulassung zur Teilnahme an Präsidentschaftswahlen eine „ganz natürliche Sache“ sei.

    „Das Wichtigste ist, dass wir innerhalb unseres Landes den Buchstaben des Gesetzes verstanden und uns an diesen genau gehalten haben. Wir haben gewusst, dass ein Gesetzesverstoß, wer ihn auch begehen mag, unzulässig ist, darunter auch im Laufe einer Wahlkampagne“, schloss Putin.

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    Tags:
    Einmischung, Kandidat, Präsident, Opposition, Wahlen, Präsidentschaftswahlen 2018, Zentrale Wahlkommission (ZIK), Alexej Nawalny, Wladimir Putin, USA, Russland