13:47 19 Juli 2018
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    Das russische Außenministerium

    Moskau kritisiert Trumps Erklärung zu Schicksal von Atomabkommen mit Iran

    © Sputnik / Natalja Seliwerstowa
    Politik
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    Moskau kritisiert die jüngste Erklärung von US-Präsident Donald Trump über das Schicksal des mit dem Iran geschlossenen Atomabkommens. „Unsere schlimmsten Erwartungen haben sich bewahrheitet“, sagte Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Samstag nach Angaben des Fernsehsenders RT.

    Moskau bewerte die am Vortag in Washington gefassten Beschlüsse und abgegebenen Erklärungen als äußerst negativ. „Die Entscheidung, die antiiranischen Sanktionen noch eine gewisse Zeit lang zu blockieren, ist nichts anderes als ein kosmetischer Schritt, dessen Bedeutung nicht überschätzt werden sollte“, fuhr Rjabkow fort.

    Das Wichtigste sei, dass die USA nicht nur den Druck auf den Iran erhöhen, sondern auch verstärkt auf Ultimaten setzten, sagte der russische Diplomat.

    Zuvor hatte Trump mit einem Ausstieg aus dem Iran-Abkommen gedroht, sollte sich die EU weigern, dessen Bedingungen zu ändern. Zudem verhängte Washington Sanktionen gegen 14 iranische juristische und natürliche Personen und verlängerte zum letzten Mal sein Moratorium für die Verhängung weiterer antiiranischer Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomabkommen.

    Am 15. Oktober vergangenen Jahres hatte Irans Außenminister Dschawad Sarif erklärt, dass Teheran aus dem Atomabkommen aussteigt, falls die USA ihre Sanktionspolitik gegenüber dem Iran fortsetzen.

     

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    Tags:
    Kritik, Erklärung, Mohammed Dschawad Sarif, Donald Trump, Sergej Rjabkow, Iran, USA, Russland
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