06:24 19 Oktober 2018
SNA Radio
    Demonstranten verzögern Rede des Londoner Bürgermeisters Sadiq Khan

    „Friedliche Festnahme“: Trump-Anhänger stören Rede von Londoner Bürgermeister - VIDEO

    © REUTERS / Simon Dawson
    Politik
    Zum Kurzlink
    3426

    Anhänger des US-Präsidenten Donald Trump haben die Rede des Bürgermeisters der britischen Hauptstadt London, Sadiq Khan, verzögert. Im Internet ist später ein Video des Vorfalls aufgetaucht.

    Khan bereitete sich laut dem Fernsehsender Sky News gerade auf seine Rede in einem britischen analytischen Zentrum vor, als plötzliche Mitglieder der Organisation „White Pendragons“ in den Saal gestürmt seien. Sie sollen Parolen zur Unterstützung von Donald Trump und des Brexits skandiert haben. Einer der Protestierenden rief demnach Richtung Kahn: „Meine Damen und Herren, wir sind heute hierhergekommen, um eine gewaltfreie und friedliche Jedermann-Festnahme auszuführen.“

    Die Sicherheitsleute hätten zwar daraufhin eingegriffen, doch weigerten sich die Aktivisten Sky News zufolge, den Raum zu verlassen. Sie hätten Karten für die Rede gekauft und daher das Recht, sich im Saal aufzuhalten, betonten sie. Schließlich mussten sie dem Sender zufolge doch den Raum verlassen, wonach Khan seine Rede ohne weitere Störungen gehalten habe.

    Am Vortag hatte Trump angekündigt, seine für Februar 2018 geplante Reise nach Großbritannien abzusagen. Als Grund nannte er seine Unzufriedenheit mit der Administration seines Vorgängers Barack Obama, die das frühere Gebäude der US-Botschaft in London zu einem Spottpreis verkauft habe.

    Der Londoner Bürgermeister begrüßte die Entscheidung des US-Präsidenten: Trump habe seinen Appell erhört. Premierministerin Theresa May hat laut Khan einen Fehler begangen, indem sie Trump zu einem Gegenbesuch nach London eingeladen habe. Der britische Außenminister Boris Johnson übte daraufhin heftige Kritik an Khan und nannte ihn einen „aufgeblasenen Fatzken“.

    Trumps Reise nach London war schon seit Monaten geplant gewesen. Viele Briten hatten sich jedoch dagegen ausgesprochen: Etwa zwei Millionen Menschen haben eine Petition mit der Forderung unterzeichnet, den Besuch abzusagen. Grund waren die von Trump beschlossenen Einreisebeschränkungen.

     

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    Protest, Donald Trump, Sadiq Khan, Großbritannien, USA