07:28 21 Oktober 2018
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    Budapest nimmt Brüssel in die Mangel: „EU versteht Russland nicht“

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    Politik
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    Der ungarische Premierminister Viktor Orban hat in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ die einseitige Politik der Europäischen Union in Bezug auf Russland scharf kritisiert. Laut ihm muss man in Brüssel den russischen Präsidenten als „Teufel“ bezeichnen, um als „guter Europäer“ zu gelten.

    „Die EU begreift nicht, dass Russland gegenüber Stärke und Kooperationsbereitschaft gleichzeitig gezeigt werden müssen. Die europäische Russland-Politik ist schlecht, weil sie zu einseitig ist. Wir Ungarn sind nur bedingt einflussreich, das Sagen haben die großen EU-Staaten, die unbedingt Sanktionen gegen Russland wollten“, so der Premier.

    Dabei habe doch der russische Präsident Wladimir Putin, so Orban weiter, „sein Land wieder stark gemacht“.

    „Russland ist wieder ein weltpolitischer Akteur. Dem Westen geht es an erster Stelle um Freiheit. In Russland geht es an erster Stelle darum, das riesige Reich zusammenzuhalten. Alles andere kommt danach. Die EU aber versteht Russland nicht“, schloss Orban.

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    Tags:
    kritisieren, Verständnis, Weltpolitik, Bereitschaft, Zusammenarbeit, Sanktionen, ungarische Regierung, Welt am Sonntag, Viktor Orban, Wladimir Putin, EU, EU-Länder, Westen, Ungarn, Russland