01:23 20 April 2018
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    Stimmenauszählung in Tschechien

    Einmischung „nonstop“? Neue Vorwürfe gegen Russland erhoben

    © REUTERS / David W Cerny
    Politik
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    Heutzutage scheinen Wahlen in Europa stets mit den Vorwürfen einer vermeintlichen russischen Einmischung einherzugehen. Auch die Präsidentschaftswahlen in Tschechien sind keine Ausnahme: Der Herausforderer des Amtsinhabers Milos Zeman, Jiri Drahos, ist von einem „Interesse russischer Geheimdienste“ an Zemans Wahlsieg überzeugt.

    „Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Russland Interesse an unseren Wahlen zeigt. Russische Geheimdienste sind daran interessiert, dass Milos Zeman wiedergewählt wird“, sagte Drahos in einem Gespräch mit einem örtlichen Radiosender am Sonntag. „Ich kann das nicht beweisen, doch der Sicherheits- und Nachrichtendienst hält das in seinem Jahresbericht für möglich“, so der ehemalige Vorsitzende der Akademie der Wissenschaften Tschechiens weiter.

    Am 12. und 13. Januar fand in Tschechien die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt, die Milos Zeman mit 38,57 Prozent der Stimmen gewann. Auf Platz zwei kam Jiri Drahos mit 26,6 Prozent. Dabei haben vier der sieben in der ersten Wahlrunde gescheiterten Kandidaten Drahos ihre Unterstützung in der zweiten Runde zugesagt. Die Stichwahl soll Ende Januar stattfinden.

     

    Tags:
    Präsidentschaftswahl, Einmischung, Miloš Zeman, Russland, Tschechien