11:33 17 November 2018
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    Jugendliche in Lwiw singen ukrainische Hymne (Archivbild)

    Poroschenko will ukrainische Hymne „unbedingt auf Krim“ ertönen lassen

    © Sputnik / Pavel Palamarchuk
    Politik
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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat am Montag auf Facebook versprochen, die Hymne seines Landes auch auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim und im Donbass erklingen zu lassen.

    „Ich kann mich gut daran erinnern, wie aufrichtig und mit welchem Eifer Kinder in der Ortschaft Pokrowka im Gebiet Donezk die ukrainische Hymne gesungen haben. In diesen Momenten werde ich in meiner Überzeugung bestärkt, dass die ukrainische Hymne unbedingt auch in den ukrainischen Städten Donezk und Lugansk, Simferopol und Sewastopol erklingen wird“, schrieb Poroschenko in seinem Facebook-Account.

    Dazu postete er ein Video, das die ukrainische Hymne singende Kinder zeigt. Wie Poroschenko ausführte, wurde die Nationalhymne der Ukraine heute vor genau 26 Jahren, am 15. Januar 1992, in der Verfassung des Landes verankert.

    Noch im August hatte Poroschenko auf Twitter Donezk, der Hauptstadt der gleichnamigen selbsterklärten Volksrepublik, zum Tag der Stadt gratuliert und zugesagt, dass die Nationalhymne auch dort erklingen werde. Des Weiteren betonte er, Kiew kämpfe um die Rückkehr des Gebiets in die Ukraine.

    Nach dem Staatsstreich im Februar 2014 in Kiew war es auf der Krim und im Osten der Ukraine zu Massenprotesten gekommen. Die Behörden der Krim und von Sewastopol hatten am 16. März 2014 ein Referendum zur Frage der Wiedervereinigung mit Russland durchgeführt. Für den Russland-Beitritt stimmten 96,7 Prozent bzw. 95,6 Prozent der Bürger. Die Ukraine, die EU und die USA wollen die Resultate des Referendums nicht anerkennen. Moskau erklärte mehrmals, dass der Beitritt der Region in strikter Übereinstimmung mit völkerrechtlichen Normen erfolgt sei.

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    Hymne, Twitter, Facebook, Petro Poroschenko, Donbass, Krim, Ukraine