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    Rückzahlung von Zarenschulden: Franzosen bitten Russland zur Kasse

    © Sputnik / RIA Novosti
    Politik
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    Hunderttausende Franzosen fordern von Russland laut der Tageszeitung „Le Figaro“ die Rückzahlung von Schulden aus der Zarenzeit. Es soll dabei um Milliarden Euro gehen.

    1867 hatten russische Eisenbahnunternehmen mit der Ausgabe von Staatsanleihen in Gold begonnen. In den folgenden Jahrzenten sollen französische Geschäftsleute insgesamt etwa 15 Milliarden Franken (etwa 53 Milliarden Euro) in das Projekt investiert haben.

    Ein Teil der Investoren erhielt ihre Dividenden. Der andere Teil ging jedoch leer aus, weil Wladimir Lenin im Jahr 1918 per Dekret die Rückzahlung der Zarenschulden verweigerte. 1997 vereinbarten Moskau und Paris ein Abkommen, in dem festgehalten wurde, dass Russland die Staatsschulden des Russischen Kaiserreichs beglichen hat.

    Nichtsdestotrotz verlangen nun dem französischen Blatt zufolge rund 400.000 Erben der damaligen Investoren die Rückzahlung der Anleihen. Ihre Forderung begründen sie mit dem Argument, Russland sei „bei Weitem nicht pleite“.
    „Staatsschulden haben kein Ablaufdatum. Es (Russland – Anm. d. Red.) muss zahlen. So sind die Spielregeln“, sagte einer der Erben gegenüber der Zeitung.

    Tags:
    Zar, Rückzahlung, Schulden, Staatsanleihe, Wladimir Lenin, Frankreich, Russland