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    Das britische Volk ist beim Brexit nicht hinters Licht geführt worden – diese Ansicht äußerte der britische Politiker und Autor Stanley Johnson, Vater von Außenminister Boris Johnson, im Sputnik-Interview. Eine Mehrheit für eine weitere Abstimmung über Großbritanniens EU-Mitgliedschaft gibt es in der Bevölkerung seiner Meinung nach nicht.

    Ein neues Referendum wollen die Briten definitiv nicht, sagte Stanley Johnson im Sputnik-Interview. Schon bei der ersten Abstimmung habe es viele Probleme gegeben:

    „Ich glaube nicht, dass das britische Volk hinters Licht geführt wurde“, so der Politiker.

    Die Lust am Abstimmen scheine den Briten jedoch vergangen zu sein: „Selbst die, die den Verbleib in der EU befürworten, haben auf ein weiteres Referendum keine große Lust – sofern man darüber anhand von Meinungsumfragen urteilen kann“, sagte der Experte.

    Dass Großbritannien aus der EU austreten wird, hält Johnson für unausweichlich: „Was auch immer bei den Verhandlungen passiert – Großbritannien wird die EU im März 2019 verlassen. Allein deshalb schon ist es unvorstellbar, dass ein weiteres Brexit-Referendum möglich sein wird – und vorher müsste ja noch über das Referendum selbst abgestimmt werden.“

    In die Zukunft Großbritanniens blickt der konservative Politiker indes mit voller Zuversicht: Das Land habe vor dem Beitritt zur Europäischen Union bestens gelebt „und wird auch nach 2019 bestens überleben“, sagte Johnson.

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    Tags:
    Perspektiven, Referendum, Brexit, EU, Boris Johnson, Großbritannien