15:14 26 Oktober 2020
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    Moskaus Kooperationsvorschlag stößt in Kiew auf taube Ohren – Kreml

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    Moskau hat sich bereit gezeigt, Dutzende auf der Krim stationierte ukrainische Kriegsschiffe und Kampfjets an die Ukraine zurückzugeben. Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow ist außer einigen demagogischen Reaktionen allerdings immer noch keine ernstzunehmende Antwort aus Kiew gekommen.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte vor wenigen Tagen Kiew einen Kooperationsvorschlag gemacht: Russland könnte „Dutzende Schiffe und Jets“ an die Ukraine zurückgeben und ukrainische Militärs einladen, um in ihrer Anwesenheit die nicht transportierbaren Munitionsreste auf der Halbinsel Krim zu vernichten.

    Laut Kremlsprecher Peskow hat es aus Kiew allerdings immer noch keine gehaltvolle Reaktion auf dieses Angebot gegeben.

    „Wir haben eine Reihe von öffentlichen Stellungnahmen aus Kiew gehört, aber eine in irgendeiner Weise substanzielle Reaktion ist mir nicht bekannt“, so der Sprecher.

    Zuvor hatte es lediglich eine Reihe von eher provokativen Stellungnahmen der ukrainischen Seite gegeben. Beispielsweise schlug Ministerpräsident Wladimir Groisman vor, Russland könnte „zusammen mit der Flotte auch die Krim zurückgeben“.

    General-Leutnant Igor Romanenko, ehemaliger Vize-Chef der ukrainischen Streitkräfte, hatte sich seinerseits extrem misstrauisch gegenüber Moskaus Vorschlag gezeigt und erklärt, all die zurückgegebene Technik müsste genauestens auf „versteckte Explosivgeräte“ untersucht werden.

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    Kampfschiffe, Kampfjets, Munition, Militärtechnik, Igor Romanenko, Wolodymyr Hrojsman, Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Krim, Ukraine, Russland