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    Japanische Selbstverteidigungsstreitkräfte (Archivbild)

    Nordkorea verurteilt Militarisierung Japans – Medien

    © AP Photo / Shizuo Kambayashi
    Politik
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    Japan schafft günstige Bedingungen für eine Aggression nach außen unter dem Vorwand der von Nordkorea ausgehenden Bedrohung, schreibt die nordkoreanische Zeitung „Minju Choson“ am Donnerstag.

    Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe berufe sich auf eine nukleare Bedrohung durch Nordkorea, um die Aufrüstung von Japan zu rechtfertigen, betont die Zeitung.

    Tokyo wolle seinen alten Traum nicht aufgeben, die „Großostasiatische Wohlstandssphäre“ (Japans geopolitische Strategie am Anfang des 20. Jahrhunderts) zu schaffen, in der das japanische Kaiserreich die Hauptrolle hätte spielen sollen. Laut der Zeitung würde „ein Angriff auf Nordkorea für Tokyo einer Selbstvernichtung gleichen“.

    Die Situation auf der koreanischen Halbinsel verschlechterte sich im Jahr 2017 dramatisch, nachdem Nordkorea eine Reihe von Raketenstarts sowie einen Atomtest durchgeführt hatte. Im Dezember verhängte der UN-Sicherheitsrat neue internationale Sanktionen gegen das Land. Die Lage entspannte sich zum Teil am 9. Januar, als Nord- und Südkorea Verhandlungen auf Ministerebene aufnahmen.

    Dennoch ist der japanische Außenminister Taro Kono der Auffassung, dass es keine Zugeständnisse für Nordkorea wegen seiner Teilnahme an den innerkoreanischen Gesprächen geben dürfe. Zuvor wurde berichtet, dass Tokyo die Aussichten eines umfassenden militärischen Konflikts auf der koreanischen Halbinsel auslotet und die dafür notwendigen Handlungen seiner Selbstverteidigungsstreitkräfte plant.

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    Tags:
    Atomtest, Raketentest, Sanktionen, Konflikt, Atomprogramm, Taro Kono, Shinzo Abe, Südkorea, Nordkorea, Japan
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