08:00 12 Dezember 2018
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    Japaner (Symbolbild)

    Von Nordkoreas Agenten entführte Japaner: Familien wollen Kim verklagen

    © AFP 2018 / Kazuhiro Nogi
    Politik
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    Die Japaner, deren Verwandte vermutlich von nordkoreanischen Aufklärungsagenten entführt wurden, wollen den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) verklagen. Das meldet die Nachrichtenagentur Kyodo.

    Demzufolge haben die Japaner vor, in der kommenden Woche in die Niederlande zu reisen und ihre Petition beim IStGH einzureichen. Kim soll sich geweigert haben, Informationen über den Aufenthaltsort der Entführten zu geben. Nach Meinung der Japaner kann dies als Verstoß gegen die Menschenrechte eingestuft werden.

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    Ende der 70er- und Anfang der 80er-Jahre kam es häufiger vor, dass vor allem Südkoreaner und Japaner von nordkoreanischen Agenten entführt wurden. Das ist eines der akutesten Themen, die die Beziehungen zwischen Japan und Nordkorea belasten. Die japanische Regierung erklärte offiziell, 17 Bürger seien zweifellos von Nordkorea entführt worden. Es sollen aber viel mehr sein: Laut Japans nationaler Polizeibehörde NPA teilten möglicherweise 850 Japaner dieses Schicksal.

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    Erst 2002 erkannte Nordkorea die Entführungen zum ersten Mal an, jedoch nur im Falle von 13 Personen. Damals kehrten fünf Japaner heim. Die sterblichen Überreste der anderen wurden an die Familien übergegeben, konnten aber nicht identifiziert werden.

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    Tags:
    Beschuldigungen, Aufklärung, Anklage, Entführer, Agent, Entführung, Klage, Petition, Geheimdienst, Keisatsu-cho, Japans nationale Polizeibehörde (National Police Agency, NPA), Kyodo News, Japanische Regierung, Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag IStGH, Kim Jong Un, Niederlande, Japan, Nordkorea