08:56 14 August 2018
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    S-400-Raketensysteme (Archivbild)

    „Real Game Changer“: Warum USA S-400 fürchten sollten

    © Sputnik / Grigorij Sysojew
    Politik
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    Das russische Boden-Luft-Raketensystem S-400 „Triumph“ ist eine Art Waffe, die die „Spielregeln ändert“, schreibt die amerikanische Zeitschrift „The National Interest“.

    Laut der Zeitschrift ist das System S-400 den westlichen Analoga gleich bei mehreren Parametern überlegen.

    Erstens könne S-400 gleichzeitig mehrere Fla-Lenkraketen mit Reichweite von 40, 120, 250 bzw. 400 Kilometer abfeuern, was das Raketensystem S-400 zu einem „Real game changer“ mache. Das amerikanische Patriot-System könne Flugabwehrraketen mit einer Reichweite von nur 96 Kilometern abfeuern.

    Zweitens preist die Zeitschrift die Parameter einer der Raketen des Systems S-400 – der 9M96E2 mit einer Reichweite von 120 Kilometern. Die Rakete habe nicht nur eine Geschwindigkeit von fünf  km/s, sondern könne auch Flugziele in einer Höhe von bis zu fünf Metern über der Erdoberfläche treffen.

    Das System S-400 könne mit speziellen Radaren ausgestattet werden, die für die Bekämpfung moderner Tarnkappenflugzeuge wie F-22 und F-35 vorgesehen sind. Der Zeitschrift zufolge ist es durch den S-400-Dienstantritt für Russland möglich, eine verhältnismäßig geringere Zahl von Kampfjets als die USA und die Nato zu haben.

    Das russische Boden-Luft-Raketensystem sei eine wirkliche Bedrohung für die fliegenden Radarsysteme Airborne Early Warning and Control System (AWACS) der USA und anderer Nato-Länder, zum Beispiel für den AWACS-Luftaufklärer Boeing E-3 Sentry.

    Entsendung der US-Truppen an die türkisch-syrische Grenze (Archivbild)
    © Foto : U.S. Air Force/ Senior Airman Caitlin O’Neil-McKeown
    Das Raketensystem S-400 könne auch ballistische Raketen abschießen, was nach Angaben der Zeitschrift Saudi-Arabien dazu bewogen hat, „Triumph“ zu kaufen. Die Wirkung des Systems S-400 gegen ballistische Raketen sei aber noch nicht genau bekannt, so „National Interest“.

    Die Zeitschrift bezeichnet die Verträge über die Lieferung des S-400-Systems zwischen Russland und einigen Nato-Ländern (Griechenland, Türkei) sowie zwischen Russland und traditionellen Partnern der USA bei der militärtechnischen Zusammenarbeit (Saudi-Arabien und VAE) als einen Durchbruch für Russland.

    Zusammenfassend beklagt die Zeitschrift die fehlende Besorgnis der USA über das weltweit wachsende Interesse am S-400-System.

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    Tags:
    Kampfjets, Tarnkappentechnologie, Flugabwehrsystem, Fla-Raketenkomplexe, Boeing E-3, Radarsystem AWACS, S-400, F-35, F-22, The National Interest, NATO, Vereinigte Arabische Emirate (VAE), Griechenland, Saudi-Arabien, Türkei, USA, Russland
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