20:52 18 Oktober 2018
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    National Security Agency (NSA), Maryland

    NSA löscht alle Abhör-Daten von Bush jr.

    © AFP 2018 / PAUL J. RICHARDS
    Politik
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    Die National Security Agency (NSA) hat die Überwachungs- und Abhördaten aus den Jahren 2001 bis 2007 gelöscht - trotz einer entsprechenden Gerichtsentscheidung, wie die US-Zeitung „Politico“ am Freitag schreibt.

    Gemäß der Gerichtsentscheidung aus dem Jahr 2007 sollte die NSA alle Dateien der von US-Präsident George W. Bush 2001 angeordneten elektronischen Ausspähung aufbewahren. 2014 waren alle Daten noch sicher, danach seien sie aber gelöscht worden – angeblich, um Platz für neue Dateien zu schaffen. Auch alle Reservekopien aus den Jahren 2009, 2011 und 2016 sollen davon betroffen sein.

    Laut der NSA seien die Informationen unbeabsichtigt gelöscht worden. Eine Wiederherstellung eines Teils aus den Jahren 2003 bis 2007 könne dank den gebliebenen Metadaten möglich sein, so die Zeitung.

    George W. Bush hatte kurz nach den Terror-Anschlägen vom 11. September 2001 die NSA direkt beauftragt, die Kommunikation zwischen amerikanischen Bürgen und Ausländern zu überwachen. Das Programm hieß „Stellarwind“ und führte zu massenhaften Ausspähungen der Metadaten von E-Mails und Telefongesprächen amerikanischer Staatsbürger.

     

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    Tags:
    gelöscht, Daten, Abhören, Ausspähung, US-Geheimdienst NSA, George W.Bush, USA