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    Donald Trump in einem Truck, der 23. März 2017

    Kein Handschlag für Angie, „Dreckslöcher“ und Covfefe: Trumps Ausrutscher 2017

    © REUTERS / Carlos Barria
    Politik
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    Seit seiner Amtseinführung am 20. Januar 2017 hat der US-Präsident Donald Trump eine große Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gezogen. Mehrere seiner Handlungen und Worte sorgten für Empörung, Wut oder Gelächter.

    Januar: Die Größe ist wichtig

    Die Amtseinführung Trumps rief Streit über die Zahl der Anhänger des Präsidenten hervor, die sich vor dem Kapitol versammelt hatten. Medien posteten Bilder des halbleeren Geländes. Trump bezeichnete sie als „Fake-News“ und behauptete, die Menge habe wie „anderthalb Millionen Menschen“ ausgesehen.

     

     

     

    ​Februar: Was verrät First Ladys Körper?
    Im Netz erschienen Aufnahmen von Melania und Donald Trump, die zu Spekulationen über das Privatleben des „First Couple“ führten. Sie zeigen, wie Donald Trump sich seiner Frau von hinten annähert und sie kurz am Arm berührt. Dabei zuckt die US-Präsidentengattin zusammen und ihre Mimik verändert sich.

    Bundeskanzlerin Angela Merkel
    © AP Photo / Markus Schreiber
    März: Donald trifft Angela

    Trump verweigerte Bundeskanzlerin Angela Merkel vor laufenden Kameras im Weißen Haus den Handschlag, obwohl Fotografen darum gebeten hatten. Als die Kanzlerin den US-Präsidenten nach einem Händedruck fragte, reagierte er zum sichtlichen Erstaunen Merkels nicht darauf.

     

    ​April: Fauxpas mit der Nationalhymne

    Bei seinem ersten „Ostereier-Rollen“ vergaß Trump, bei der Nationalhymne seine Hand aufs Herz zu legen. Doch seine aus Slowenien stammende Gattin rettete ihn aus dem peinlichen Malheur und stupste ihn fast unauffällig kurz an. In den sozialen Netzwerken sorgte diese Beinahe-Panne für Heiterkeit.


    Mai: Covfefe und der „Ball des Bösen“
    Ende Mai veröffentlichte Trump einen nicht beendeten Beitrag auf Twitter: „Despite the negative press covfefe“ (deutsch: Trotz der negativen Presse covfefe). Der Twitt wurde bald gelöscht, das Wort „covfefe“ befeuerte aber die Fantasie der Netzgemeinde. Später schlug Trump seinen Lesern vor, die Bedeutung des Wortes selbst zu erraten.

     

    ​Das Foto, auf dem US-Präsident Donald Trump, der saudische König Salman und der Präsident Ägyptens Abdel Fatah al-Sissi bei der Eröffnung eines Anti-Radikalisierungszentrum einen leuchtenden Globus berühren, wurde sofort zu einem Viralhit und löste bei Internet-Nutzern mehrere Assoziationen aus.

    Juni: Trump, der Hochzeits-Crasher
    Im Trump National Golf Club in Bedminster Township (US-Bundesstaat New Jersey) überraschte Donald Trump ein frisch vermähltes Paar spontan bei deren Hochzeitsfeier. Das war nicht das erste Mal, dass der Staatschef sich einer solchen Feier angeschlossen hatte: In Japan kamen er und der japanische Premier Shinzo Abe in Trumps Luxusressort Mar-a-Lago bei einer Hochzeit vorbei.

    Juli: Trump vs. CNN
    Auf seinem Twitter-Account veröffentlichte Trump ein montiertes Video, auf dem er einen Mann „verprügelt“. Anstelle des Gesichts dieser Person ist allerdings ein CNN-Logo zu sehen.

     

    Donald Trump
    © REUTERS / Dylan Martinez
    ​August: Blondinen-Verwechslung
    Bei einer Pressekonferenz im August mit seinem finnischen Amtskollegen, Sauli Niinistö, geriet Trump in eine peinliche Situation: Er hielt zwei Journalistinnen für eine und dieselbe Person. Twitter-User zeigten sich über Trump, dem auch zuvor Frauenfeindlichkeit vorgeworfen wurde, höchst empört. „Alle hübschen Frauen sind nur Schmuckwerk für ihn, keine Individuen“, schrieb damals eine Nutzerin.

    September – „Rocket Man“
    Im September erfand Trump den Spitznamen „Rocket Man“ für den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un. In seiner Rede in der UN-Vollversammlung nannte er Kim „,Rocket Man‘ mit einer Mission der Selbstzerstörung“.

     

    ​Oktober: Puerto Rico bekommt Papierrollen als „Nothilfe“
    Bei seinem Besuch der vom Hurrikan „Maria“ schwer getroffenen Karibikinsel Puerto Rico sorgte Trump erneut mit seinem Verhalten für bizarre Bilder: Den Menschen warf er Hilfsgüter in Basketball-Manier zu.


    November: Machte Trump japanische Fische krank?
    Bei seinem Besuch in Tokio löste Trump mit einer Schnellfütterung an einem Karpfenteich Aufregung unter Fisch-Freunden aus. „Trump kann nicht einmal richtig Fische füttern“, hieß es auf Twitter. Jedoch imitierte er dabei nur seinen Gastgeber Shinzo Abe.

     

    Dezember: „Er ist drogensüchtig. Ich meine das ernst“
    Ein Video löste viel Heiterkeit im Netz aus. Es zeigt, wie Trump bei einer Rede zur neuen Sicherheitsstrategie mit beiden Händen ein kleines Wasserglas ergreift, um daraus einen Schluck zu nehmen. Manche Internet-Nutzer spotten sogar, Trump benehme sich merkwürdig, weil er „Drogen nimmt“.

     

    ​Januar 2018: „Stabiles Genie“ mit einem „großen Atomknopf“ gegen „Drecksloch-Länder“

    In seiner Neujahrsansprache hatte der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un von einem „Atomknopf“ gesprochen. Die gesamten Vereinigten Staaten würden nun in Reichweite nordkoreanischer Kernwaffen liegen.

    Trump konterte diese Äußerung in einem Twitter-Beitrag. „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atom-Knopf habe. Aber er ist viel größer und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!“, schrieb der Präsident.

    Drei Tage später bezeichnete er sich vor dem Hintergrund der Infragestellung seiner geistigen Fähigkeiten als „stabiles Genie“. „Ich glaube, da kann ich nicht nur als klug, sondern als genial bezeichnet werden, ein sehr stabiles Genie noch dazu!“

     

     

    ​Danach unterzog der Arzt Ronny L. Jackson den Präsidenten einer ausführlichen Untersuchung. Dem Arzt zufolge ist Trump sehr gesund und es gibt „kein Anzeichen, dass er irgendein kognitives Problem hat“.

     

    ​Am 12. Januar zog der Präsident heftige Kritik auf sich, als er bei einer geschlossenen Sitzung im Oval Office fragte, warum die USA Migranten aus „Drecksloch-Ländern“ wie Haiti und afrikanischen Staaten aufnehmen sollten. Das UN-Menschenrechtsbüro bezeichnete diese Äußerung als rassistisch und fremdenfeindlich.

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    Tags:
    Fauxpas, Politik, Amtsenthebung, Amtsantritt, Präsidentschaftswahl, Präsidentschaft, US-Administration, Weißes Haus, Donald Trump, Melania Trump, Angela Merkel, Kim Jung-un, Kim Jong Un, USA