23:38 20 Oktober 2018
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    Übungen in Schutz für Atom- und Chemiewaffen (Symbolbild)

    Zehn Prozent der US-Chemiewaffen trotz Abkommen einsatzbereit – Moskau

    © Sputnik / Sergey Krivosheev
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    Das russische Verteidigungsministerium hat am Samstag den USA vorgeworfen, dass sie ihren Verpflichtungen zur Vernichtung der chemischen Waffen nicht nachkommen. Laut der Militärbehörde behält Washington zehn Prozent seiner Chemiewaffen einsatzbereit.

    Das Ministerium erinnerte, Russland habe entsprechend seinen Verpflichtungen aus der Chemiewaffenkonvention alle seine Chemiewaffen-Bestände vorzeitig vernichtet.

    „Gleichzeitig haben die USA unter erfundenen Vorwänden die Erfüllung ihrer Verpflichtungen wegen des Mangels an Finanzierung zuerst unterbrochen, und jetzt völlig eingestellt. Die USA haben etwa zehn Prozent ihres Arsenals chemischer Kampfstoffe und Spezialmunition einsatzbereit“, so das russische Verteidigungsministerium.

    Das Ministerium betonte außerdem, Washington ignoriere die objektiven Tatsachen, dass Terroristen in Syrien gegen die Regierungsarmee und gegen Zivilisten Giftstoffe eingesetzt haben.

    Im November 2017 hatte der russische Präsident Wladimir Putin alle Länder, die über Chemiewaffen verfügen, dazu aufgerufen, sich ein Beispiel an Russland zu nehmen und ihre Chemiewaffen-Bestände vollständig zu vernichten. Der letzte chemische Sprengkopf aus dem einst weltweit größten russischen C-Waffen-Arsenal war am 27. September 2017 in der Entsorgungsanlage Kisner in Udmurtien (an der Wolga) vernichtet worden. Putin beobachtete den Vorgang per Videozuschaltung.

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    Tags:
    Vorwände, Chemiewaffenkonvention, Vorwürfe, Kampfstoffe, Vernichtung, Chemiewaffen, Verteidigungsministerium Russlands, Syrien, USA, Russland