19:37 06 August 2020
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    Das moldawische Parlament fordert wegen der vermeintlichen „Okkupation Transnistriens“ von Moskau Milliarden US-Dollar als Schadensersatz. Der russische Sicherheitspolitiker Alexej Puschkow spricht in diesem Zusammenhang von einer „Parasiten-Logik“.

    „In Moldawien will man von Russland Milliarden für eine mythische,Besetzung Transnistriens‘ bekommen? Eine für Parasiten typische Denkweise: Sich einen Vorwand ausdenken und dann,Gebt uns Geld‘ schreien!“, schrieb Puschkow, Mitglied des russischen Föderationsrates (Parlamentsoberhaus) am Sonntag auf Twitter.

    Das seien alles zum Scheitern verdammte Bemühungen. „So kann man ohne den russischen Markt bleiben und am Ende mit leeren Händen dastehen“, so der Politiker.

    Mehr zum Thema >>> Moskau nennt Voraussetzung für Munitionsabzug aus Transnistrien

    Zuvor hatte der Vorsitzende des moldawischen Parlaments, Andrian Candu, Russland eine Verletzung des Völkerrechts vorgeworfen und angekündigt, von Moskau Milliarden US-Dollar wegen der „Besetzung Transnistriens“ einfordern zu wollen.

    Transnistrien, dessen Bevölkerung zu 60 Prozent aus Russen und Ukrainern besteht, hatte noch vor dem Zerfall der Sowjetunion für das Abspalten von Moldawien gekämpft. Nach einem erfolglosen Versuch der moldawischen Regierung im Jahr 1992, das Problem gewaltsam zu lösen, entzog sich Transnistrien de facto der Kontrolle von Chişinău. Seit dem Ende blutiger Kämpfe 1992 sind Friedenstruppen mit Soldaten aus Russland, Moldawien und Transnistrien in der einstigen Konfliktzone stationiert.

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    Tags:
    Schadensersatz, Okkupation, Alexej Puschkow, Chisinau, Moldawien, Transnistrien, Russland