01:14 26 September 2018
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    Einheimische Bevölkerung begrüßt türkische Truppen an der Grenze zu Syrien (Archivbild)

    Kurden: Das will die Türkei in Afrin erreichen

    © AFP 2018 / Ilyas Akengin
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    Die Türkei beabsichtigt, ein historisches Gebiet des Osmanischen Reichs – Sandschak Alexandrette – mithilfe der Militäroperation im Norden Syriens wiederzuherstellen. Dies teilte der Vertreter der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), Nuri Mahmud, am Sonntag mit.

    „Jetzt bereiten sie sich auf die Einrichtung türkischer Militärstützpunkte vor, was ein  Projekt vom Typ des Sandschaks  Alexandrette (eine von 1918 bis 1938 bestehende und von Frankreich verwaltete Verwaltungseinheit im Mandatsgebiet Syrien und Libanon – Anm. d. Red.) sein wird“, sagte Mahmud.

    Das türkische Militär solle sich in den syrischen Städten Azaz, Al-Bab und Dscharabulus befinden, die laut Mahmud „vor einiger Zeit okkupiert worden waren“.  In den Jahren 2016-2017 habe die Türkei zusammen mit der syrischen Opposition Operationen gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (auch IS/Daesh) in diesen Gebieten im Norden Syriens geführt.

    Am vergangenen Samstagnachmittag hatte der türkische Generalstab die Operation „Olivenzweig“ gegen kurdische Stellungen im syrischen Afrin eingeleitet. Behördlichen Angaben zufolge nahmen daran insgesamt 72 Kampfjets teil. Es seien 108 Ziele getroffen worden. Später kündigte der türkische Premierminister Binali Yıldırım eine mögliche Bodenoperation in Afrin am Sonntag an.

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    Tags:
    Einrichtung, Operation, Kampfjet, Opposition, Stützpunkt, Islamischer Staat, Libanon, Türkei, Syrien