19:45 10 Dezember 2019
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    Türkische Kämpfer aus der „Freien Syrischen Armee“ unweit von Afrin

    „Das lässt sich nicht berechnen“: Erdogan zu US-Erklärung zu Dauer von Afrin-Einsatz

    © AFP 2019 / Nazeer al-Khatib
    Politik
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    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Montag nach Angaben der Zeitung Hürriyet die Erklärung des US-Außenministeriums, der zufolge Ankara sowohl den Maßstab als auch die Dauer seines Militäreinsatzes im syrischen Afrin einschränken soll, scharf kritisiert.

    „Die USA sagen uns, dass wir unsere Termine beschränken sollen. Ich frage: Sind Eure Fristen in Afghanistan und im Irak schon abgelaufen?  Ihr haltet euch dort noch immer auf. Das lässt sich nicht berechnen“, wird Erdogan vom Blatt zitiert.

    Sobald Ankara dort seine Arbeit beendet und seine Ziele erreicht haben werde, ziehe es seine Truppen zurück.

    „Wir sind nicht auf fremden Boden scharf“, so Erdogan.

    Wie Erdogan weiter ausführte, ist Ankaras Operation nicht gegen die Kurden, sondern gegen die Einrichtung eines Terrorkorridors gerichtet.

    Die Türkei hatte am Samstag die Operation „Olivenzweig“ gegen die kurdischen Truppen im Nordwesten Syriens eingeleitet. Nach Angaben des türkischen Generalstabs nehmen daran insgesamt 72 Kampfjets teil. Es seien 153 Ziele getroffen worden. Am Sonntag  verkündete der türkische Premier Binali Yıldırım den Beginn einer Bodenoffensive in der von Kurden kontrollierten Stadt Afrin.

    Indes verurteilte Damaskus den türkischen Angriff auf Afrin als „Aggression“.

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    Tags:
    Operation, Kurden, Außenministerium, Recep Tayyip Erdogan, Binali Yildirim, Afghanistan, Irak, Syrien, Türkei, USA