01:27 20 Juli 2018
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    Einheimische Bevölkerung begrüßt türkische Truppen an der Grenze zu Syrien (Archivbild)

    "Nichts versprochen": Türkei will Anti-Kurden-Operation nicht auf Afrin beschränken

    © AFP 2018 / Ilyas Akengin
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    Die Türkei hat laut ihrem Vizepremier Bekir Bozdag weder Russland noch anderen Ländern versprochen, ihre Operation gegen Terroristen auf die von Kurden kontrollierte syrische Stadt Afrin zu beschränken.

    „Die Türkei hat weder Russland noch einem anderen Land ein Versprechen gegeben. Unser Ziel ist es, Afrin von den Terroristen zu befreien und in ein sicheres Gebiet umzuwandeln. Sollte die Türkei eine Operation anderswo beginnen wollen, dann wird es ein anderes Thema und ein anderes Gespräch sein. Bislang ist die Rede vom Gebiet Afrin und wir haben alle darüber informiert“, sagte Bozdag am Montag gegenüber der Presse.

    Wie der Politiker ferner betonte, läuft die Operation erfolgreich und nach Plan, dennoch sei die internationale Unterstützung für Ankara sehr wichtig.

    Am vergangenen Samstagnachmittag hatte der türkische Generalstab die Operation „Olivenzweig“ gegen kurdische Stellungen im syrischen Afrin eingeleitet. Behördlichen Angaben zufolge nahmen daran insgesamt 72 Kampfjets teil. Allein an jenem Tag seien über 150 Ziele getroffen worden. Am Sonntag bestätigte der türkische Premierminister Binali Yildirim den Beginn einer Bodenoperation in Afrin.

    Indes verurteilte Damaskus den türkischen Angriff auf Afrin als „Aggression“.

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    Tags:
    Terroristen, Plan, Unterstützung, Versprechen, Operation, Bekir Bozdag, Afrin, Syrien, Türkei
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