18:27 17 Dezember 2018
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    Anton Schipulin gewinnt Biathlon-Wettkämpfe während Olympischen Spielen in Sotschi (Archivbild)

    Olympia-Ausschluss russischer Sportler: Neue Motive ans Licht gekommen – Medien

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    Die russischen Sportler Anton Schipulin (Biathlet) und Viktor Ahn (Shorttracker) werden zu den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang nicht zugelassen. Die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet am Dienstag unter Berufung auf eine Quelle, wie es dazu gekommen sei.

    Eine Richard McLaren von der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) nahestehende Quelle behauptete gegenüber dem Blatt, dass die Dopingproben der genannten Sportler, die ihnen bei den Olympischen Winterspielen 2014 im südrussischen Sotschi abgenommen worden waren, manipuliert worden seien.

    Am Dienstag hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) den russischen Athleten Anton Schipulin, Viktor Ahn, Sergej Ustjugow sowie einer Reihe russischer Eisschnellläufer und Hockeyspieler die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang verweigert. Der IOC begründete dies damit, dass die Namen jener Sportler in der Datenbank des Moskauer Anti-Doping-Labors stünden, das einst Grigori Rodtschenkow geleitet hatte. Dabei sei aber Anton Schipulin in den Materialien von McLaren nicht erwähnt worden.

    Im Dezember 2017 hatte das IOC Dopingmissbrauch in Russland als erwiesen eingestuft und die russische Nationalmannschaft von den Winterspielen 2018 in Südkorea ausgeschlossen. Saubere russische Sportler dürfen zwar in Pyeongchang starten, doch nur unter neutraler Flagge und dem Sonderstatus „Olympische Athleten aus Russland“.

    Der Doping-Skandal in Russland war 2016 ausgebrochen, als ein entsprechender Bericht von Wada-Präsident Richard McLaren veröffentlicht wurde, dem zufolge es in Russland ein umfassendes Doping-System gegeben hatte, von dem auch höchste Staatsbeamte gewusst hätten.

    McLaren berief sich dabei zum Teil auf Grigori Rodtschenkow, der in die USA geflohen war und in einem großen Interview für die „New York Times“ sehr offen von vielen Manipulationen bei den Dopingtests russischer Sportler während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi gesprochen hatte. Als Ergebnis können viele russische Athleten nicht mehr für ihr Land auftreten.

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    Tags:
    auftreten, Dopingskandal, Dopingproben, Ausschließung, Shorttracker, Biathlet, russische Sportler, IOC-Exekutivkomitee, IOC, Le Monde, WADA, Richard McLaren, Grigori Rodtschenkow, Sergej Ustjugow, Viktor Ahn, Anton Schipulin, Sotschi, Pyeongchang, Südkorea, Russland