22:42 09 Dezember 2019
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    Die tschechischen Präsidentschaftskandidaten Jiri Drahos und Milos Zeman

    „Durch Russland manipulierte Menschenmenge?“: Zeman kontert seinem Rivalen

    © REUTERS / David W Cerny
    Politik
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    Die Behauptungen über eine vermeintliche Einmischung der russischen Geheimdienste in die Präsidentschaftswahlen in Tschechien sind eine Lüge. Das erklärte der Präsident des Landes, Miloš Zeman, bei den TV-Debatten mit seinem Herausforderer in der zweiten Wahlrunde, Jiří Drahoš.

    Drahoš behauptete, Russlands Geheimdienste sollen sich angeblich in die Parlamentswahlen in Tschechien im Oktober 2017 eingemischt haben. Russland soll auch versucht haben, so der Kandidat weiter, ebenfalls auf die Präsidentschaftswahlen im Land Einfluss zu nehmen. Dabei lieferte Drahoš allerdings keine Beweise.

    „Sie haben die Wähler beleidigt und eine durch ausländische Geheimdienste manipulierte Menschenmenge aus ihnen gemacht“, betonte Zeman. Derartige Erklärungen von seinem Rivalen würden die Öffentlichkeit nur verwirren, so der tschechische Präsident weiter.

    Sowohl der Sicherheits- als auch der Informationsdienst Tschechiens bestätigten Zeman zufolge, dass jene Behauptungen über die Einmischung in die Präsidentschaftswahlen im Land falsch seien. „Wenn sich Russlands Geheimdienste eingemischt hätten, so hätten sie wahrscheinlich empfohlen, für Kommunisten zu stimmen. Diese sind aber durchgefallen“, so der Präsident.

    Am 12. und 13. Januar fand in Tschechien die erste Runde der Präsidentschaftswahl statt, die Miloš Zeman mit 38,57 Prozent der Stimmen gewann. Auf Platz zwei kam Jiří Drahoš mit 26,6 Prozent. Dabei haben vier der sieben in der ersten Wahlrunde gescheiterten Kandidaten Drahoš ihre Unterstützung in der zweiten Runde zugesagt. Die Stichwahl soll Ende Januar stattfinden.

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    Tags:
    Parlamentswahl, Kommunisten, Empfehlung, TV-Duell, Manipulationen, Geheimdienste, Einmischung, Präsidentschaftswahlen, Jiri Drahos, Milos Zeman, Russland, Tschechien