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    Moskau, Russland

    Moskau wirft Washington „propagandistische Attacke“ auf Russland vor

    © REUTERS / Maxim Shemetov
    Politik
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    Das russische Außenministerium hat die Vorwürfe der „hochrangigen US-Vertreter“, wonach Moskau in die C-Waffen-Angriffe in Syrien verwickelt sein soll, als „eine massive propagandistische Attacke“ zugunsten „fraglicher Geheiminitiativen der USA und ihrer Verbündeten“ verurteilt. Dies geht aus der offiziellen Erklärung der Behörde hervor.

    Die USA wollen somit aus Moskaus Sicht „Russland auf der Weltbühne verleumden und Bemühungen zu einer friedlichen Regelung in Syrien unterbinden“. „Russland hat sich längst daran gewöhnt, dass die verantwortlichen US-Beamten häufig die einfachen ethischen Normen missachten. Mit den gestrigen Zwecklügen haben sie sich aber selbst übertroffen“, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums.

    Indem die USA Moskau und Damaskus für die Chemiewaffenattacken in Syrien verantwortlich machten, versuchten sie jene Szenarien in Syrien zu verwirklichen, welche sie im ehemaligen Jugoslawien sowie im Irak und in Libyen bereits umgesetzt hätten, verlautete es von der Behörde weiter. Dabei sei die eigentliche Tatsache der Attacke „erst gar nicht bestätigt“ worden, so das russische Ministerium. Die russischen Diplomaten betonten, dass die Berichte über den C-Waffen-Angriff von der als „Weiße Helme“ bekannten Organisation ausgegangen seien. Moskau verdächtigt die Organisation der Zusammenarbeit mit Terroristen und der Verbreitung „unverhohlener Lügen.

    Am Dienstag, den 23. Januar hatte der US-Außenminister, Rex Tillerson, beim Treffen mit Vertretern von 29 Ländern in Paris Russland für alle Chemiewaffenattacken in Syrien verantwortlich gemacht.

    Am Vortag hatte der russische Vizeaußenminister, Sergej Rjabkow, die Erklärungen von Tillerson sowie den Verzicht der USA auf die Zusammenarbeit mit Russland bei der Entwicklung eines gemeinsamen Mechanismus zur Ermittlung von Zwischenfällen bei dem Einsatz von C-Waffen in Syrien als Fortsetzung der gegen Moskau gerichteten Eindämmungspolitik verurteilt. Derartige Behauptungen aus Washington seien „hohle Überlegungen“ und „Gedöns“ von US-Beamten. Wie Rjabkow ferner betonte, hätten diese Anschuldigungen „nichts mit der Wirklichkeit zu tun“ und würden gar „eine grobe Verleumdung“ darstellen.

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    Tags:
    Verbreitung, Lügen, Terroristen, Zusammenarbeit, Propaganda, Attacke, Frieden, Regelung, Bemühungen, Verleumdung, Bestätigung, C-Waffen-Angriff, Vorwürfe, Außenministerium, Rex Tillerson, Sergej Rjabkow, Syrien, USA, Russland